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AVNRT: Ablations-Therapie erklärt

AV-Knoten Reentry-Tachykardie (AVNRT) - kreisende Erregung führt zu schnellem Herzschlag

Die AVNRT ist die häufigste Vorhofarrhythmie beim Erwachsenen. Durch unterschiedliche Leitungsgeschwindigkeiten im AV-Knoten (slow-fast) können die Tachykardien auftraten. Typisch sind plötzlich auftretende Tachykardien. 

Video: AVNRT - AV Knoten Reentry Tachykardie Diagnostik und Therapie durch Top Experten (Prof. Lewalter) Osypka Herzzentrum MünchenDie AVNRT gehört zu den sogenannten micro re-entry Tachykardien. Dabei liegt dieser Erkrankung eine funktionelle Spaltung des AV-Knotens in einen schnellen leitenden Bereich (Bahn/Pathway) und einen langsam leitenden Bereich. Meist kann nur der schnell leitende Bereich die Erregung in beide Richtungen leiten. Eine Extrasystole im Vorhof führt bei der typischen slow/fast AVNRT zu einer Blockierung der schnellen Leitung. Die Erregung wird dann von der langsamen Leitung in die Hauptkammer übertragen, der in der Hauptkammer liegende Anteil der schnellen Leitung überträgt dann die Erregung wieder in den Vorhof.

Typisch für diese Arrhythmie sind plötzlich einsetzende regelmäßige Tachykardien mit Herzfrequenzen von 130-250 Schlägen pro Minute. Diese Rhythmusstörung ist prinzipiell gutartig es kann jedoch auch Luftnot und Schwindel auftreten. Treten die Tachykardien sehr häufig auf, kann eine Ablations-Behandlung sinnvoll sein.

Wichtig: zur genauen Diagnose benötigt der Herzspezialist ein EKG einer Episode mit schnellem Herzschlag. Falls Sie einmal wegen einer solchen schnellen Herzrhythmusstörung im Krankenhaus behandelt werden, achten Sie bitte darauf, sich eine Kopie des „Anfalls-EKG“ aushändigen zu lassen. Bitte bringen Sie, falls möglich, ein solches EKG und - falls vorhanden- ggf.. auch den Befund eines Langzeit EKG mit der Tachykardie-Episode in unsere Rhythmus-Sprechstunde mit.

➥ s. auch Ablation AVNRT

Wer führt am Osypka Herzzentrum Ablations-Behandlungen durch?

Prof. Lewalter: Einer der Top Experten für Ablation von Vorhofflimmern in MünchenProf. Dr. med. Thorsten Lewalter gehört international zu den erfahrensten Elektrophysiologen und ist seit den frühen 90-er Jahren im Bereich der Katheter-Ablation tätig. Nach seinem Studium in Marburg und Würzburg war er langjährig am Universitätsklinikum in Bonn, zuletzt als leitender Oberarzt tätig und Leiter der Rhythmologie und Ablations-Therapie tätig. Er hatte dort eine Professur für Elektrophysiologie inne. Am Universitätsklinikum Bonn wurden viele Verfahren in der Arrhythmie-Behandlung entwickelt und erstmals angewendet. Professor Lewalter gehört zu den Pionieren dieser Technik. Er verfügt über umfangreichste persönliche Erfahrung in der Arrhythmie-Diagnostik und Ablations-Therapie und gehört national wie international zu den Top-Spezialisten in diesem Fachgebiet.
Professor Lewalter leitet das Arrhythmie-Team am Osypka Herzzentrum und führt selbst das ganze Spektrum der Ablationsbehandlungen durch. Er ist Mitherausgeber und Gutachter zahlreicher Fachzeitschriften und Referent auf den wichtigsten nationalen und internationalen Rhythmuskongressen. Professor Lewalter leitet und koordiniert zudem zahlreiche klinische Untersuchungen und ist in steering-comittes der großen internationalen Fachgesellschaften aktiv. Unterstützt wird er hierbei massgeblich vom Rhythmusexperten PD Dr. Clemens Jilek (OA). 
Bitte vereinbaren Sie für Ihre weiteren Fragen einen Termin in unserer Arrhythmie-Sprechstunde.

Welche Vorbereitungen sind für eine Ablation wichtig? Was muss ich beachten?

Der erste Schritt ist immer eine sorgfältige Vorbereitung durch unser Ablations-Team (Leitung: Prof. Dr. Th. Lewalter). Erst wenn alle therapeutischen Alternativen (Allgemeinmaßnahmen, Medikamente) geprüft wurden, sollte eine Ablations-Therapie durchgeführt werden, gemeinsam mit ihrem Haus-oder Facharzt beraten wir Sie gern ausführlich im Vorfeld. Vor jeder Ablation werden eine Reihe von Untersuchungen durchgeführt. Hierzu gehören neben dem EKG/Langzeit-EKG, ggf. Ultraschalluntersuchungen (TTE/TEE). Diese Untersuchungen wie auch die Aufklärung zur Untersuchung werden häufig im Rahmen eines vorstationären Aufenthaltes oder am Aufnahmetag durchgeführt. Bitte bringen Sie zum Vorgespräch: - EKG/Langzeit-EKG Befunde mit, in denen das Flimmern dokumentiert ist - eine komplette Liste Ihrer Rhythmus Medikamente, die Sie jetzt und früher eingenommen haben - aktuelle Laborwerte - ggf. sonstige Befunde (z.B. aktuelle CT-Bilder, Herzkatheter-Befunde) Am Vortag der Untersuchung kontaktieren wir Sie und teilen Ihnen mit, ab wann Sie ggf. nüchtern sein sollten und welche Medikation Sie einnehmen sollten

Welche Risiken bestehen?

Wie bei jeder Ablationsbehandlung ist eines der Hauptrisiken die Nachblutung in der Leistengegend. Da bei der AVNRT-Ablation unmittelbar am AV-Knoten abladiert wird, kann es in seltenen Fällen (<1%) zu einem AV-Block kommen. D.h. Erregungen aus der Vorkammer können nicht mehr auf die Kammer übergeleitet wird. Im schlimmsten Fall kann die Implantation eines 2-Kammer Schrittmachers notwendig werden.
Im Rahmen der Vorbereitung der Ablation besprechen wir Therapie-Optionen und individuelle Risiken ausführlich mit Ihnen. 

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