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RVOT-Ablation: Verödung d. schnellen Herzschlags

Ablation von Ausflusstrakt-Tachykardien

Die Arrhythmie aus dem RVOT ist die häufigste sog. idiopathische Tachykardie. Die Ablations-Behandlung mit Radiofrequenz-Strohm beseitigt den Arrhythmie-Fokus. 

Behandlung der RVOT-Tachykardie: Ausflusstrakt Arrhythmien mit RF-Strom behandelnDer Fokus dieser Arrhythmie liegt meist im sogenannten rechtsventrikulären Ausflusstrakt (RVOT, s. Abb.). Treten gehäuft schneller Herzschlag und begleitende Symptome wie eingeschränkte Belastbarkeit, Schwindel oder oder gar eine Ohnmacht (Synkope), muss eine sorgfältige Diagnostik erfolgen. Im Rahmen einer elektrophysiologischen Untersuchung  kann die Arrhythmie meist durch gezielte Stimulation ausgelöst und der Ursprungsort lokalisiert werden. Mittels Radiofrequenz-Strom kann der Fokus der Rhythmusstörung verödet werden. Meist müssen nach der Ablations-Behandlung keine Rhythmus-Medikamente eingenommen werden.

Wer führt am Osypka Herzzentrum Ablations-Behandlungen durch?

Prof. Lewalter: Einer der Top Experten für Ablation von Vorhofflimmern in MünchenProf. Dr. med. Thorsten Lewalter gehört international zu den erfahrensten Elektrophysiologen und ist seit den frühen 90-er Jahren im Bereich der Katheter-Ablation tätig. Nach seinem Studium in Marburg und Würzburg war er langjährig am Universitätsklinikum in Bonn, zuletzt als leitender Oberarzt tätig und Leiter der Rhythmologie und Ablations-Therapie tätig. Er hatte dort eine Professur für Elektrophysiologie inne. Am Universitätsklinikum Bonn wurden viele Verfahren in der Arrhythmie-Behandlung entwickelt und erstmals angewendet. Professor Lewalter gehört zu den Pionieren dieser Technik. Er verfügt über umfangreichste persönliche Erfahrung in der Arrhythmie-Diagnostik und Ablations-Therapie und gehört national wie international zu den Top-Spezialisten in diesem Fachgebiet.
Professor Lewalter leitet das Arrhythmie-Team am Osypka Herzzentrum und führt selbst das ganze Spektrum der Ablationsbehandlungen durch. Er ist Mitherausgeber und Gutachter zahlreicher Fachzeitschriften und Referent auf den wichtigsten nationalen und internationalen Rhythmuskongressen. Professor Lewalter leitet und koordiniert zudem zahlreiche klinische Untersuchungen und ist in steering-comittes der großen internationalen Fachgesellschaften aktiv. Unterstützt wird er hierbei massgeblich vom Rhythmusexperten PD Dr. Clemens Jilek (OA). 
Bitte vereinbaren Sie für Ihre weiteren Fragen einen Termin in unserer Arrhythmie-Sprechstunde.

Wie läuf eine RVOT-Ablation am Osypka Herzzentrumab?

Die eigentliche Ablations-Behandlung findet in einem top-modernen, hochspezialisierten Katheterlabor statt. Vor der eigentlichen Untersuchung erfolgt noch einmal ein Check durch den Aufnahmearzt, dann die Vorbereitung durch unser Katheter-Team. Die eigentliche Ablations-Behandlung findet meist in örtlicher Betäubung der Einstichstelle, meist in der rechten Leiste, statt. Von dem eigentlichen Eingriff spüren sie fast nichts. Im Bereich der Leisten-Vene (siehe Abbildung links) werden einige Katheter-Schleusen gelegt. Über diese können dann diagnostische bzw. therapeutische Katheter (dünne, biegsame Sonden) vorgelegt werden. Zunächst erfolgt eine elektrophysiologische Untersuchung, in der das Herz mittels eines Stimulation-Katheters angeregt wird, über spezielle Meß-Katheter kann die Leitungsgeschwindigkeit an verschiedenen Stellen im Herzen gemessen werden. Dieser Technik kann auch die richtige Stelle für die Ablation lokalisiert werden. Durch Applikation von elektrischen Strom (Radiofrequenz-Therapie) wird eine linienförmige Narbe induziert. Zukünftig kann dann die kreisende Erregung diese Stelle nicht mehr überwinden. In manchen Fällen muss auch eine transseptale oder arterielle Punktion durchgeführt werden (s.u.). Das ist dann der Fall, wenn die zusätzliche Leitungsbahn aus der linken Kammer stammt.
Nach dem Eingriff wird ein Druckverband angelegt. In seltenen Fällen überwachen wir Sie zu Ihrer Ihrer Sicherheit anschließend in einer modernen Überwachungseinheit. Auch hier bieten wir Ihnen höchstmögliche Privatsphäre. Anschließend führen wir noch EKG und gegebenenfalls Langzeit-EKG Untersuchungen durch. Essen und Trinken können sie meist schon kurz nach dem Eingriff auf der Station. 
Ihr Aufenthalt soll angenehm und sicher sein. Moderne Technologie und kompetentes Personal stellen das sicher.  

Welche Risiken bestehen? Was ist, wenn nach der Ablation weiterhin Tachykardien auftreten?

Die Katheter Ablation gehört zu den minimalinvasiven Behandlungsverfahren, das Gesamtrisiko des Eingriffs besonders bei der RVOT-Ablation gering. Die RVOT-Ablation ist ein langjährig etablierter Routine-Eingriff und Prof. Dr. Lewalter gehört zu den erfahrensten Untersuchern. In seltenen Fällen können jedoch Komplikationen auftreten. Daher werden sie vor, während und nach dem Eingriff ständig überwacht (EKG, Sauerstoff-Messungen, Blutdruck-Messung). 
In den meisten Fällen ist der Patient nach der Ablation geheilt. In seltenen Fällen kann die RVOT-Tachykardie auch nach einer Ablation wieder auftreten. Das liegt daran, dass bei der RF-Ablation sehr vorsichtig vorgegangen wird, um kein gesundes Gewebe zu zerstören. Auch gibt es sehr komplizierte Fälle, bei denen die Tachykardie nicht sicher beim ersten Eingriff beendet werden kann. In solchen Fällen kann ein erneuter Eingriff notwendig werden.
Im Rahmen unseres Vorgespräches erläutern wir Ihnen den Ablauf und das Vorgehen in Ihrem speziellen Fall. Das Vorgehen hängt hier u.a. von der Lage der Leitungsbahn ab. 

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