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Vorhofflattern: Ablationsbehandlung durch RF-Strom

Ablations-Therapie zur Behandlung von Vorhofflattern

Schneller Herzschlag, Eingschränkte Belastbarkeit und Schlaganfall-Gefahr: Kommt es auch unter medikamentöser Therapie zu häufigen Anfällen, ist die Ablations-Behandlung Therapie der Wahl. 

Vorhofflattern: Behandlung mit RF-Strom am Osypka Herzzentrum MünchenErregungskreise, meist aus dem rechten Vorhof (typisches Flattern) führen zu bis zu 300 Kontraktionen des Vorhofs pro Minute. Der AV-Knoten sorgt dafür, dass nicht alle diese Erregungen die Kammer erreichen. Treten häufig flattern-Episoden auf, kann eine Ablations-Behandlung Abhilfe schaffen. Bei dieser Behandlung wird eine schmale Muskelbrücke zwischen der unteren Hohlvene und dem unteren Rand des Trikuspidalklappenrings (der sogenannte cavotrikuspidale Isthmus mittels Radiofrequenz-Ablation verödet. In 95-98 % aller Fälle ist der Patient nach einer Ablations-Behandlung geheilt.

Beim typischen Vorhofflattern findet die Ablation ausschließlich im rechten Vorhof statt. Neben dem typischen gibt es aber auch das „atypische“ Vorhofflattern. Hier können die Erregungsbahnen auch im linken Vorhof liegen. In diesem Fall ist eine Punktion des Vorhofseptums (interatriales Septum) notwendig. Auch hierbei liegen die Heilungschancen hoch, die Rezidiv-Quote ist jedoch aufgrund atypisch verlaufender Bahnen höher. Wichtig zu wissen: ist das Herz bereits vorgeschädigt, tritt nach erfolgreich behandeltem Vorhofflattern häufig in der Folge Vorhofflimmern auf. Dies hat nichts mit dem Erfolg der Ablations-Behandlung zu tun sondern ist Ausdruck einer allgemeinen Herzschädigung. Auch Vorhofflimmern kann eine Ablations-Therapie zugeführt werden.

s.a. allgemeine Informationen zum Vorhofflattern

Wer führt am Osypka Herzzentrum Ablations-Behandlungen durch?

Prof. Lewalter: Einer der Top Experten für Ablation von Vorhofflimmern in MünchenProf. Dr. med. Thorsten Lewalter gehört international zu den erfahrensten Elektrophysiologen und ist seit den frühen 90-er Jahren im Bereich der Katheter-Ablation tätig. Nach seinem Studium in Marburg und Würzburg war er langjährig am Universitätsklinikum in Bonn, zuletzt als leitender Oberarzt tätig und Leiter der Rhythmologie und Ablations-Therapie tätig. Er hatte dort eine Professur für Elektrophysiologie inne. Am Universitätsklinikum Bonn wurden viele Verfahren in der Arrhythmie-Behandlung entwickelt und erstmals angewendet. Professor Lewalter gehört zu den Pionieren dieser Technik. Er verfügt über umfangreichste persönliche Erfahrung in der Arrhythmie-Diagnostik und Ablations-Therapie und gehört national wie international zu den Top-Spezialisten in diesem Fachgebiet.
Professor Lewalter leitet das Arrhythmie-Team am Osypka Herzzentrum und führt selbst das ganze Spektrum der Ablationsbehandlungen durch. Er ist Mitherausgeber und Gutachter zahlreicher Fachzeitschriften und Referent auf den wichtigsten nationalen und internationalen Rhythmuskongressen. Professor Lewalter leitet und koordiniert zudem zahlreiche klinische Untersuchungen und ist in steering-comittes der großen internationalen Fachgesellschaften aktiv. Unterstützt wird er hierbei massgeblich vom Rhythmusexperten PD Dr. Clemens Jilek (OA). 
Bitte vereinbaren Sie für Ihre weiteren Fragen einen Termin in unserer Arrhythmie-Sprechstunde.

Wie bereite ich mich auf die Ablation vor?

Der erste Schritt ist immer eine sorgfältige Vorbereitung durch unser Ablations-Team (Leitung: Prof. Dr. Th. Lewalter). Erst wenn alle therapeutischen Alternativen (Allgemeinmaßnahmen, Medikamente) geprüft wurden, sollte eine Ablations-Therapie durchgeführt werden, gemeinsam mit ihrem Haus-oder Facharzt beraten wir Sie gern ausführlich im Vorfeld. Vor jeder Ablation werden eine Reihe von Untersuchungen durchgeführt. Hierzu gehören neben dem EKG/Langzeit-EKG Ultraschalluntersuchungen (TTE ggf. auch TEE) zum Ausschluss von Blutgerinnseln häufig auch eine Herzkatheter-Untersuchung zur oder CT-Untersuchung zum Ausschluss einer Koronaren Herzerkrankung. Diese Untersuchungen wie auch die Aufklärung zur Untersuchung werden häufig im Rahmen eines vorstationären Aufenthaltes oder am Aufnahmetag durchgeführt. Bitte bringen Sie zum Vorgespräch: 
- EKG/Langzeit-EKG Befunde mit, in denen das Vorhofflattern dokumentiert ist
- eine komplette Liste Ihrer Rhythmus Medikamente, die Sie jetzt und früher eingenommen haben
- aktuelle Laborwerte
- ggf. sonstige Befunde (z.B. aktuelle CT-Bilder, Herzkatheter-Befunde)
Am Vortag der Untersuchung kontaktieren wir Sie und teilen Ihnen mit, ab wann Sie ggf. nüchtern sein sollten und welche Medikation Sie einnehmen sollten bzw. welche Medikamente pausiert werden müssen.

Wie läuf eine Vorhofflatter-Ablation am Osypka Herzzentrumab?

Die eigentliche Ablations-Behandlung findet in einem top-modernen, hochspezialisierten Katheterlabor statt. Vor der eigentlichen Untersuchung erfolgt noch einmal ein Check durch den Aufnahmearzt, dann die Vorbereitung durch unser Katheter-Team. Die eigentliche Ablations-Behandlung findet meist in örtlicher Betäubung der Einstichstelle, meist in der rechten Leiste, statt. Von dem eigentlichen Eingriff, der meist nur wenige Minuten dauert, spüren sie fast nichts. Im Bereich der Leisten-Vene (siehe Abbildung links) werden einige Katheter-Schleusen gelegt. Über diese können dann diagnostische bzw. therapeutische Katheter (dünne, biegsame Sonden) vorgelegt werden. Zunächst erfolgt eine elektrophysiologische Untersuchung, in der das Herz mittels eines Stimulation-Katheters angeregt wird, über spezielle Meß-Katheter kann die Leitungsgeschwindigkeit an verschiedenen Stellen im Herzen gemessen werden. Dieser Technik kann auch die richtige Stelle für das Vorhofflattern lokalisiert werden. Durch Applikation von elektrischen Strom (Radiofrequenz-Therapie) wird eine linienförmige Narbe induziert. Zukünftig kann dann die kreisende Erregung diese Stelle nicht mehr überwinden, das Vorhofflattern bricht ab.
Nach dem Eingriff wird ein Druckverband angelegt. In seltenen Fällen überwachen wir Sie zu Ihrer Ihrer Sicherheit anschließend in einer modernen Überwachungseinheit. Auch hier bieten wir Ihnen höchstmögliche Privatsphäre. Anschließend führen wir noch EKG und gegebenenfalls Langzeit-EKG Untersuchungen durch. Essen und Trinken können sie meist schon kurz nach dem Eingriff auf der Station. 
Ihr Aufenthalt soll angenehm und sicher sein. Moderne Technologie und kompetentes Personal stellen das sicher.  

Was ist eine transseptale Punktion?

Transseptale Punktion: Erster Schritt bei Ablation von VorhofflimmernÜber eine der vorbereiteten Zugänge in der Leiste wird spezielle Punktions-Schleuse in den rechten Vorhof vorgeschoben. Dies geschieht unter Durchleuchtung, also „unter Sicht“. Wenn diese Punktions-Schleuse genau im Bereich der Vorhofscheidewand (Vorhofseptum) liegt, kann an der Spitze der Schleuse einen Nadel-Spitze freigesetzt werden, über die die eigentliche Punktion erfolgt. Über die hohle Nadelspitze kann dann ein dünner Draht in eine Lungenvene vorgelegt werden. Anschließend wird die Punktions-Schleuse gegen eine normale Schleuse ersetzt, über die dann die jeweiligen Katheter für die einzelnen Untersuchungsschritte und die Ablation vorgeführt werden können. In Abhängigkeit des Ablations-Verfahrens wird dieser Vorgang einige Male wiederholt, bis alle notwendigen Katheter in die Linke Vorkammer vorgeführt sind.

Welche Risiken bestehen? Was ist, wenn nach der Ablation noch Vorhofflattern oder -flimmern auftritt?

Die Katheter Ablation gehört zu den minimalinvasiven Behandlungsverfahren, das Gesamtrisiko des Eingriffs besonders bei der Vorhofflatter-Ablation gering. Die Vorhofflattern-Ablation ist ein langjährig etablierter Routine-Eingriff. In seltenen Fällen können jedoch Komplikationen auftreten. Daher werden sie vor, während und nach dem Eingriff ständig überwacht (EKG, Sauerstoff-Messungen, Blutdruck-Messung). Meist kann das Vorhofflattern schon im Katheterlabor beendet werden, die Fortführung der Medikation, insbesondere der blutgerinnungshemmenden Medikamente (Antikoagulantien) ist jedoch häufig auch noch eine Zeit nach der Ablations-Behandlung notwendig. Hierzu erhalten Sie nach der Behandlung genaue Anweisungen, selbstverständlich sind wir auch nach der Ablations-Behandlung weiter für sie da und begleiten den Heilungsprozess gemeinsam mit ihrem Haus-oder Facharzt.
In unseren angenehm gestalteten Überwachung-Einheiten bieten wir maximale Sicherheit und Privatsphäre

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