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Kryo-Ablation bei Vorhofflimmern

Kryo-Ablation bei Vorhofflimmern

Durch Vereisung des Gewebes rund um die Lungenvenen wird die Quelle der störenden Impulse elektrisch Isoliert (Lungenvenen-Isolation). Die Kälteballon-Ablation ist in bestimmten Fällen eine Alternative zu anderen Techniken. 

Das Ziel der Diskonnektion der Lungenvenen wird bei der Kryo-Ablation durch die Vereisung des Gewebes um die Lungenvenen erzielt. Das Gewebe wird dabei so stark abgekühlt, dass in der Folge eine Narbe entsteht. Hierzu werden Katheter über die Vorhofscheidewand (transseptale Punktion) in den linken Vorhof vorgeführt (s. links). Unter Rönten-Durchleuchtung kann dann ein Ballon in den Eingang der einzelnen Lungenvenen vorgeführt werden. An der Spitze des Ballons kann über einen Lassokatheter die korrekte Lage sichergestellt werden. Dann wird der Ballon mit einem gasförmigen Kühlmittel gefüllt. Überall dort, wo der Ballonkontakt zum Herzgewebe hat, wird es verödet und verliert somit seine elektrische Aktivität. Die entstehenden Narbenzone isoliert die Lungenvene vom übrigen Vorhof-Myokard. Die kürzlich publizierte FIRE AND ICE Studie belegt geringere Prozedur-Zeit, weniger Strahlenbelastung und kürzere Zeiten der Manipulation in der linken Vorkammer. Verglichen wurde ein älterer Kryo-Ballon, die RF-Technik und ein neuerer Kryo-Ballon in Bezug zum Erfolg der Lungenvenen-Disckonnektion. 

Eine durchgängige Narbenlinie ist auch beim Kryo-Ballon Voraussetzung für den Therapie-Erfolg. 

Wer führt am Osypka Herzzentrum Ablations-Behandlungen durch?

Prof. Lewalter: Einer der Top Experten für Ablation von Vorhofflimmern in MünchenProf. Dr. med. Thorsten Lewalter gehört international zu den erfahrensten Elektrophysiologen und ist seit den frühen 90-er Jahren im Bereich der Katheter-Ablation tätig. Nach seinem Studium in Marburg und Würzburg war er langjährig am Universitätsklinikum in Bonn, zuletzt als leitender Oberarzt tätig und Leiter der Rhythmologie und Ablations-Therapie tätig. Er hatte dort eine Professur für Elektrophysiologie inne. Am Universitätsklinikum Bonn wurden viele Verfahren in der Arrhythmie-Behandlung entwickelt und erstmals angewendet. Professor Lewalter gehört zu den Pionieren dieser Technik. Er verfügt über umfangreichste persönliche Erfahrung in der Arrhythmie-Diagnostik und Ablations-Therapie und gehört national wie international zu den Top-Spezialisten in diesem Fachgebiet.
Professor Lewalter leitet das Arrhythmie-Team am Osypka Herzzentrum und führt selbst das ganze Spektrum der Ablationsbehandlungen durch. Er ist Mitherausgeber und Gutachter zahlreicher Fachzeitschriften und Referent auf den wichtigsten nationalen und internationalen Rhythmuskongressen. Professor Lewalter leitet und koordiniert zudem zahlreiche klinische Untersuchungen und ist in steering-comittes der großen internationalen Fachgesellschaften aktiv. Unterstützt wird er hierbei massgeblich vom Rhythmusexperten PD Dr. Clemens Jilek (OA). 
Bitte vereinbaren Sie für Ihre weiteren Fragen einen Termin in unserer Arrhythmie-Sprechstunde.

Wie bereite ich mich auf die Ablation vor?

Der erste Schritt ist immer eine sorgfältige Vorbereitung durch unser Ablations-Team (Leitung: Prof. Dr. Th. Lewalter). Erst wenn alle therapeutischen Alternativen (Allgemeinmaßnahmen, Medikamente) geprüft wurden, sollte eine Ablations-Therapie durchgeführt werden, gemeinsam mit ihrem Haus-oder Facharzt beraten wir Sie gern ausführlich im Vorfeld. Vor jeder Ablation werden eine Reihe von Untersuchungen durchgeführt. Hierzu gehören neben dem EKG/Langzeit-EKG Ultraschalluntersuchungen (TTE/TEE) zum Ausschluss von Blutgerinnseln häufig auch eine CT oder MRT-Untersuchung zur Darstellung der Vorhof-Anatomie. Diese Untersuchungen wie auch die Aufklärung zur Untersuchung werden häufig im Rahmen eines vorstationären Aufenthaltes oder am Aufnahmetag durchgeführt. Bitte bringen Sie zum Vorgespräch: 
- EKG/Langzeit-EKG Befunde mit, in denen das Flimmern dokumentiert ist
- eine komplette Liste Ihrer Rhythmus Medikamente, die Sie jetzt und früher eingenommen haben
- aktuelle Laborwerte
- ggf. sonstige Befunde (z.B. aktuelle CT-Bilder, Herzkatheter-Befunde)
Am Vortag der Untersuchung kontaktieren wir Sie und teilen Ihnen mit, ab wann Sie ggf. nüchtern sein sollten und welche Medikation Sie einnehmen sollten bzw. welche Medikamente pausiert werden müssen.

Wie läuf eine Vorhofflimmer-Ablation am Osypka Herzzentrumab?

Die eigentliche Ablations-Behandlung findet in einem top-modernen, hochspezialisierten Katheterlabor statt. Wir setzen neuste Technologie (3D-Mapping, Laserballon-Ablation, High-End Bildgebung) zur Vorbereitung und Durchführung ein. Vor der eigentlichen Untersuchung erfolgt noch einmal ein Check durch den Aufnahmearzt, dann die Vorbereitung durch unser Katheter-Team. Die eigentliche Ablations-Behandlung findet meist bei SedierungDämmmerschlaf oder falls gewünscht in Vollnarkose statt. Im Bereich der Leisten-Vene (s. links) werden mehrere Katheter-Schleusen, über die Diagnostik-bzw. Ablations-Katheter vorgeführt werden gelegt. Es erfolgt dann zunächst die transseptale Punktion (s. u.). Dann werden zunächst diagnostische Katheter vorgeführt, es erfolgt das 3D-Mapping oder die Darstellung der Lungenvenen mit der Optik des Laser-Ballons. Moderne Technik erlaubt es uns, weitgehend auf Röntgen-Durchleuchtung zu verzichten oder diese zumindest deutlich zu reduzieren.
Je nach Ablations-Technik wird dann ein Spezial-Katheter vorgeführt, dem die eigentliche Verödung durchgeführt wird. Meß-Katheter detektieren, ob die Vorhof-Signale aus dem Bereich der Lungenvenen noch übergeleitet werden. Sind die Signale nicht mehr nachweisbar, ist die Untersuchung beendet. Zu Ihrer Sicherheit überwachen wir sie anschließend für 24 Stunden in einer modernen Überwachungseinheit. Auch hier bieten wir Ihnen höchstmögliche Privatsphäre.
Ihr Aufenthalt soll angenehm und sicher sein. Moderne Technologie und kompetentes Personal stellen das sicher.  

Welche Risiken bestehen? Was ist, wenn nach der Ablation noch Flimmern auftritt?

Die Katheter Ablation gehört zu den minimalinvasiven Behandlungsverfahren, das Gesamtrisiko des Eingriffs ist gering. In seltenen Fällen können jedoch Komplikationen auftreten. Daher werden sie vor, während und nach dem Eingriff ständig überwacht (EKG, Sauerstoff-Messungen, Blutdruck-Messung). Das Risiko für eine Verletzung der Vorkammer, umliegender Nerven oder der Speiseröhre (durch Übererwärmung/Kälte) kann durch ständige Messungen von unseren sehr erfahrenen Spezialisten weiter reduziert werden. Anders als z.B. beim WPW-Syndrom tritt eine Heilung bei der Vorhofflimmern-Ablation meist nicht sofort ein. Der Genesung-Prozess kann sich über einige Wochen hinziehen, in der die Vernarbung stattfindet. In dieser Phase können immer noch Vorhofflimmer-Episoden auftreten. Daher wird meist eine antiarrhythmische-Behandlung fortgeführt und es ist wichtig, dass auch gerinnungshemmende Medikamente weiter eingenommen werden. Hierzu erhalten Sie nach der Behandlung genaue Anweisungen, selbstverständlich sind wir auch nach der Ablations-Behandlung weiter für sie da und begleiten den Heilungsprozess gemeinsam mit ihrem Haus-oder Facharzt. Ist der Vorhof bereits sehr groß oder besteht das Vorhofflimmern schon lange, können im Verlauf weitere Ablationen notwendig werden.
In einem ausführlichen Vorgespräch sprechen wir auch über mögliche Risiken und anhand Ihrer konkreten Krankengeschichte über die Vor- und Nachteile sowie Erfolgsaussichten einzelner Verfahren und Vorgehensweisen. 

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