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Vorhofflimmern München: Therapie mit Laser Ablation

Laser Ballon Ablation: Neue Therapie bei Vorhofflimmern

Modernste Technik macht es möglich: Ein Mini-Endoskop in einem Ballon verschafft dem Arzt direkte Sicht auf den Lungenvenen-Eingang. So kann er einen Laser rund um die Pulmonalvenen navigieren und die Venen elektrisch isolieren (Diskonnection). 

Modernste Technik: LASER Ablation bei Vorhofflimmern für beste Ergebnisse am Osypka Herzzentrum MünchenZiel der Diskonnektion der Lungenvenen wird bei der Laser-Ablation durch die Erhitzung des Gewebes um die Lungenvenen mittels eines LASERs erzielt. Das Gewebe wird dabei so stark erhitzt, dass in der Folge eine Narbe entsteht. Hierzu werden Katheter über die Vorhofscheidewand (transseptale Punktion) in den linken Vorhof vorgeführt. Unter Rönten-Durchleuchtung kann dann ein Ballon in den Eingang der einzelnen Lungenvenen vorgeführt werden. Der Ballon wird anschliessend mit einer Flüssigkeit gefüllt. Durch eine Optik im Ballon (Mini-Endoskop) hat der Arzt dann direkte Sicht auf den Eingang der Lungenvenen (s. Abbildung links: Blick durch den Ballon auf die Lungenvenen, die mit Blut gefüllt sind (dunkel in der Mitte). Unter Sicht kann nun ein LASER schrittweise sehr exakt um das OstiumLungenveneineingang geführt werden (grünes blinkendes Licht links unten). Eine Temperatur-Sonde misst dabei die Temperatur im umgebenden Gewege und soll so verhindern, dass Schäden entstehen. 

Durch die sehr genaue Lagekontrolle und direkte Sicht auf den Eingang der Pulmonalvenen hat dieses Verfahren eine hohe primäre Erfolgsquote. "Erste Studien bei diesem neuen Verfahren deuten an, dass dieses Verfahren den konventionellen Techniken überlegen sein könnte", so Prof. Lewalter (Chefarzt und Leiter des Ablations-Programms). Welches Verfahren für den einzelnen Patienten optimal ist, lässt sich aber erst in einem ausführlichen Vorgespräch unter Sichtung der Unterlagen zur bisherigen Krankengeschichte und Therapie ermitteln. Weitere Infos hier

Unsere Rhythmus-Experten gehören weltweit zu den führenden Spezialisten und verfügen über langjährige Erfahrung auch mit dieser neuen Technik. Prof. Lewalter gehört zu den ersten Anwendern und führte die Technik im Süddeutschen Raum ein. 

Blick durch den Ballon auf die Lungen-Venen. Das Blut in den Lungenvenen ist deutlich erkennbar (dunkel) Der Grüne Positionsmarker erlaubt eine Simulation der Ablation vor dem Einsatz des Lasers. Bereits abladierte Punkte werden angezeigt. Schnelles Flimmern des Vorhofs gut erkennbar. 

 

Wer führt am Osypka Herzzentrum Ablations-Behandlungen durch?

Prof. Lewalter: Einer der Top Experten für Ablation von Vorhofflimmern in MünchenProf. Dr. med. Thorsten Lewalter gehört international zu den erfahrensten Elektrophysiologen und ist seit den frühen 90-er Jahren im Bereich der Katheter-Ablation tätig. Nach seinem Studium in Marburg und Würzburg war er langjährig am Universitätsklinikum in Bonn, zuletzt als leitender Oberarzt tätig und Leiter der Rhythmologie und Ablations-Therapie tätig. Er hatte dort eine Professur für Elektrophysiologie inne. Am Universitätsklinikum Bonn wurden viele Verfahren in der Arrhythmie-Behandlung entwickelt und erstmals angewendet. Professor Lewalter gehört zu den Pionieren dieser Technik. Er verfügt über umfangreichste persönliche Erfahrung in der Arrhythmie-Diagnostik und Ablations-Therapie und gehört national wie international zu den Top-Spezialisten in diesem Fachgebiet.
Professor Lewalter leitet das Arrhythmie-Team am Osypka Herzzentrum und führt selbst das ganze Spektrum der Ablationsbehandlungen durch. Er ist Mitherausgeber und Gutachter zahlreicher Fachzeitschriften und Referent auf den wichtigsten nationalen und internationalen Rhythmuskongressen. Professor Lewalter leitet und koordiniert zudem zahlreiche klinische Untersuchungen und ist in steering-comittes der großen internationalen Fachgesellschaften aktiv. Unterstützt wird er hierbei massgeblich vom Rhythmusexperten PD Dr. Clemens Jilek (OA). 
Bitte vereinbaren Sie für Ihre weiteren Fragen einen Termin in unserer Arrhythmie-Sprechstunde.

Wie funktioniert der LASER-Ballon?

Die Verödung von Gewebe mittels LASER-Energie ist in vielen Bereichen der Medizin etabliert. Am Herzen bestand bislang das Problem, dass das fließende Blut das Gewebe ungleichmäßig und wenig vorhersehbar kühlt.LASER- Techniken waren daher bislang entweder nicht effektiv oder führten zu tieferen Gewebeschäden. Da sich der LASER in einem Ballon befindet, konnte das Problem jetzt gelöst werden: der Ballon wird mit der schmalen Spitze (siehe links) in die Lungenvene eingeführt und drückt das Blut zur Seite. Mittels der Ballon befindlichen Optik (Mini-Endoskop) hat der Untersucher nun direkte Sicht auf den Eingang der Lungenvene. Die LASER-Optik ist exakt steuerbar. Der Arzt kann leicht überlappende Ablations-Linien rund um die Pulmonalvenen-Eingänge legen. Durch eine ebenfalls at justierbare Füllung des Ballons kann der Ballung sich exakt der Größe jeder Lungenvene anpassen. Somit kann bei nahezu jeder Lungenvenen-Anatomie ein optimaler Blick auf den Lungenvenen-Eingang erzielt werden.
Die Untersuchung-Technik kommt weitgehend ohne Röntgen-Strahlung aus. Lediglich zu Positionierung des Katheters erfolgt eine Röntgen-Durchleuchtung. Bei der eigentlichen Prozedur orientiert sich der Untersucher mittels der im Ballon befindlichen Kamera. (Abb. Fa. Cardiofocus)

Welche Vorteile hat die Technologie? Wann ist der LASER-Ballon ggf. nicht sinnvoll?

Die direkte Sicht auf die Lungenvenen und die Möglichkeit, nahtlos durch Überlappungen den Eingang der Lungenvenen zu veröden ist sicher einer der entscheidenden Vorteile der Methode. Zudem kann die Energie durch den Laser sehr genau und dosiert abgegeben werden. Das ist bei anderen Methoden (z.B. der Kryo-Ablation) schwieriger zu kontrollieren. Wärmemessungen in der Umgebung der Ablation helfen, Komplikationen zu vermeiden. Das LASER Verfahren hat unter den Ablationsverfahren bei Vorhofflimmern heute die höchste primäre Erfolgsrate. 
Wenn bereits Vor-Ablationen durchgeführt wurden oder die Anatomie der Lungenvenen sehr komplex ist, kann eine LASER-Ablation unter Umständen nicht sinnvoll sein. Durch Messungen der Signale aus Vorhof und Lungenvenen, die zu Beginn jeder Ablationsbehandlung durchgeführt werden, läßt sich das aber genau beurteilen. Das angewandte Verfahren kann dann auch während der Prozedur noch gewechselt oder ergänzend erweitert werden. 

Welche Vorbereitungen sind für eine Ablation wichtig? Was muss ich beachten?

Beratung bei Vorhofflimmern: Kardiologen spezialisiert auf Diagnostik und Behandlung dier RhyhtmusstörungDer erste Schritt ist immer eine sorgfältige Vorbereitung durch unser Ablations-Team (Leitung: Prof. Dr. Th. Lewalter). Erst wenn alle therapeutischen Alternativen (Allgemeinmaßnahmen, Medikamente) geprüft wurden, sollte eine Ablations-Therapie durchgeführt werden, gemeinsam mit ihrem Haus-oder Facharzt beraten wir Sie gern ausführlich im Vorfeld. Vor jeder Ablation werden eine Reihe von Untersuchungen durchgeführt. Hierzu gehören neben dem EKG/Langzeit-EKG Ultraschalluntersuchungen (TTE/TEE) zum Ausschluss von Blutgerinnseln häufig auch eine CT oder MRT-Untersuchung zur Darstellung der Vorhof-Anatomie. Diese Untersuchungen wie auch die Aufklärung zur Untersuchung werden häufig im Rahmen eines vorstationären Aufenthaltes oder am Aufnahmetag durchgeführt. Bitte bringen Sie zum Vorgespräch: 
- EKG/Langzeit-EKG Befunde mit, in denen das Flimmern dokumentiert ist
- eine komplette Liste Ihrer Rhythmus Medikamente, die Sie jetzt und früher eingenommen haben
- aktuelle Laborwerte
- ggf. sonstige Befunde (z.B. aktuelle CT-Bilder, Herzkatheter-Befunde)
Am Vortag der Untersuchung kontaktieren wir Sie und teilen Ihnen mit, ab wann Sie ggf. nüchtern sein sollten und welche Medikation Sie einnehmen sollten

Wie läuf eine Vorhofflimmer-Ablation am Osypka Herzzentrumab?

Die eigentliche Ablations-Behandlung findet in einem top-modernen, hochspezialisierten Katheterlabor statt. Wir setzen neuste Technologie (3D-Mapping, Laserballon-Ablation, High-End Bildgebung) zur Vorbereitung und Durchführung ein. Vor der eigentlichen Untersuchung erfolgt noch einmal ein Check durch den Aufnahmearzt, dann die Vorbereitung durch unser Katheter-Team. Die eigentliche Ablations-Behandlung findet meist bei SedierungDämmmerschlaf oder falls gewünscht in Vollnarkose statt. Im Bereich der Leisten-Vene (s. links) werden mehrere Katheter-Schleusen, über die Diagnostik-bzw. Ablations-Katheter vorgeführt werden gelegt. Es erfolgt dann zunächst die transseptale Punktion (s. u.). Dann werden zunächst diagnostische Katheter vorgeführt, es erfolgt das 3D-Mapping oder die Darstellung der Lungenvenen mit der Optik des Laser-Ballons. Moderne Technik erlaubt es uns, weitgehend auf Röntgen-Durchleuchtung zu verzichten oder diese zumindest deutlich zu reduzieren.
Je nach Ablations-Technik wird dann ein Spezial-Katheter vorgeführt, dem die eigentliche Verödung durchgeführt wird. Meß-Katheter detektieren, ob die Vorhof-Signale aus dem Bereich der Lungenvenen noch übergeleitet werden. Sind die Signale nicht mehr nachweisbar, ist die Untersuchung beendet. Zu Ihrer Sicherheit überwachen wir sie anschließend für 24 Stunden in einer modernen Überwachungseinheit. Auch hier bieten wir Ihnen höchstmögliche Privatsphäre.
Ihr Aufenthalt soll angenehm und sicher sein. Moderne Technologie und kompetentes Personal stellen das sicher.  

Was ist eine transseptale Punktion?

Transseptale Punktion: Erster Schritt bei Ablation von VorhofflimmernÜber eine der vorbereiteten Zugänge in der Leiste wird spezielle Punktions-Schleuse in den rechten Vorhof vorgeschoben. Dies geschieht unter Durchleuchtung, also „unter Sicht“. Wenn diese Punktions-Schleuse genau im Bereich der Vorhofscheidewand (Vorhofseptum) liegt, kann an der Spitze der Schleuse einen Nadel-Spitze freigesetzt werden, über die die eigentliche Punktion erfolgt. Über die hohle Nadelspitze kann dann ein dünner Draht in eine Lungenvene vorgelegt werden. Anschließend wird die Punktions-Schleuse gegen eine normale Schleuse ersetzt, über die dann die jeweiligen Katheter für die einzelnen Untersuchungsschritte und die Ablation vorgeführt werden können. In Abhängigkeit des Ablations-Verfahrens wird dieser Vorgang einige Male wiederholt, bis alle notwendigen Katheter in die Linke Vorkammer vorgeführt sind.

Welche Risiken bestehen? Was ist, wenn nach der Ablation noch Flimmern auftritt?

Die Katheter Ablation gehört zu den minimalinvasiven Behandlungsverfahren, das Gesamtrisiko des Eingriffs ist gering. In seltenen Fällen können jedoch Komplikationen auftreten. Daher werden sie vor, während und nach dem Eingriff ständig überwacht (EKG, Sauerstoff-Messungen, Blutdruck-Messung). Das Risiko für eine Verletzung der Vorkammer, umliegender Nerven oder der Speiseröhre (durch Übererwärmung/Kälte) kann durch ständige Messungen von unseren sehr erfahrenen Spezialisten weiter reduziert werden. Anders als z.B. beim WPW-Syndrom tritt eine Heilung bei der Vorhofflimmern-Ablation meist nicht sofort ein. Der Genesung-Prozess kann sich über einige Wochen hinziehen, in der die Vernarbung stattfindet. In dieser Phase können immer noch Vorhofflimmer-Episoden auftreten. Daher wird meist eine antiarrhythmische-Behandlung fortgeführt und es ist wichtig, dass auch gerinnungshemmende Medikamente weiter eingenommen werden. Hierzu erhalten Sie nach der Behandlung genaue Anweisungen, selbstverständlich sind wir auch nach der Ablations-Behandlung weiter für sie da und begleiten den Heilungsprozess gemeinsam mit ihrem Haus-oder Facharzt. Ist der Vorhof bereits sehr groß oder besteht das Vorhofflimmern schon lange, können im Verlauf weitere Ablationen notwendig werden.
In einem ausführlichen Vorgespräch sprechen wir auch über mögliche Risiken und anhand Ihrer konkreten Krankengeschichte über die Vor- und Nachteile sowie Erfolgsaussichten einzelner Verfahren und Vorgehensweisen. 

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