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Vorhofflimmern München: Ablation mit Radiofrequenz

Radiofrequenz-Ablation (RF) von Vorhofflimmern

Durch Erhitzen des Gewebes rund um die Lungenvenen wird die Quelle der störenden Impulse elektrisch Isoliert (Lungenvenen-Isolation). Der RF-Katheter erlaubt eine sehr präzise Abgabe von Strom mit 3D-mapping Techniken. 

Das Ziel der Isolation der Lungenvenen wird bei der RF-Ablation durch Abgabe von Hochfrequenz-Strom erreicht. Das Gewebe wird dabei erhitzt, dass in der Folge eine Narbe entsteht. Hierzu werden Katheter über die Vorhofscheidewand (transseptale Punktion) in den linken Vorhof vorgeführt (s. links). Eine erfolgreiche RF-Ablation basiert auf der exakten Kenntnis und Darstellung der Anatomie und elektrischen Aktivität des Vorhofes und der Lungenvenen. Hierzu wird ein 3D-Datensatz des Vorhofes erzeugt. In diesem Datensatz ist die Anatomie des Vorhofes, die Lage der Katheter und in der Folge auch die Position der Abgabe-Orte des RF-Stroms zu erkennen. Dies kann heute in Echtzeit geschehen, so dass sich der Untersucher in diesem Datensatz orientieren und die Katheter bewegen kann.

Simultan werden über verschidene Kathetersysteme (Lasso-Katheter oder mapping-Katheter) die elektrischen Aktivitäten aus den Lungenvenen vermessen und dargestellt. Auch hier hilft eine technische Neuerung, das 3D-Mapping. Technisch ist die RF-Ablation des Vorhofflimmerns anspruchsvoll, da der einzelne Therapie-Punkt klein ist und für den Erfolg entscheidend ist, dass keine Lücken in den Ablationslinien verbleiben. Solche Lücken können ggf. später zu einem Rezidiv (Rückfall) führen und somit den Therapieerfolg bedrohen. 

Eine durchgängige Narbenlinie ist Voraussetzung für den Therapie-Erfolg. 

Wer führt am Osypka Herzzentrum Ablations-Behandlungen durch?

Prof. Lewalter: Einer der Top Experten für Ablation von Vorhofflimmern in MünchenProf. Dr. med. Thorsten Lewalter gehört international zu den erfahrensten Elektrophysiologen und ist seit den frühen 90-er Jahren im Bereich der Katheter-Ablation tätig. Nach seinem Studium in Marburg und Würzburg war er langjährig am Universitätsklinikum in Bonn, zuletzt als leitender Oberarzt tätig und Leiter der Rhythmologie und Ablations-Therapie tätig. Er hatte dort eine Professur für Elektrophysiologie inne. Am Universitätsklinikum Bonn wurden viele Verfahren in der Arrhythmie-Behandlung entwickelt und erstmals angewendet. Professor Lewalter gehört zu den Pionieren dieser Technik. Er verfügt über umfangreichste persönliche Erfahrung in der Arrhythmie-Diagnostik und Ablations-Therapie und gehört national wie international zu den Top-Spezialisten in diesem Fachgebiet.
Professor Lewalter leitet das Arrhythmie-Team am Osypka Herzzentrum und führt selbst das ganze Spektrum der Ablationsbehandlungen durch. Er ist Mitherausgeber und Gutachter zahlreicher Fachzeitschriften und Referent auf den wichtigsten nationalen und internationalen Rhythmuskongressen. Professor Lewalter leitet und koordiniert zudem zahlreiche klinische Untersuchungen und ist in steering-comittes der großen internationalen Fachgesellschaften aktiv. Unterstützt wird er hierbei massgeblich vom Rhythmusexperten PD Dr. Clemens Jilek (OA). 
Bitte vereinbaren Sie für Ihre weiteren Fragen einen Termin in unserer Arrhythmie-Sprechstunde.

Wie bereite ich mich auf die Ablation vor?

Der erste Schritt ist immer eine sorgfältige Vorbereitung durch unser Ablations-Team (Leitung: Prof. Dr. Th. Lewalter). Erst wenn alle therapeutischen Alternativen (Allgemeinmaßnahmen, Medikamente) geprüft wurden, sollte eine Ablations-Therapie durchgeführt werden, gemeinsam mit ihrem Haus-oder Facharzt beraten wir Sie gern ausführlich im Vorfeld. Vor jeder Ablation werden eine Reihe von Untersuchungen durchgeführt. Hierzu gehören neben dem EKG/Langzeit-EKG Ultraschalluntersuchungen (TTE ggf. auch TEE) zum Ausschluss von Blutgerinnseln häufig auch eine Herzkatheter-Untersuchung zur oder CT-Untersuchung zum Ausschluss einer Koronaren Herzerkrankung. Diese Untersuchungen wie auch die Aufklärung zur Untersuchung werden häufig im Rahmen eines vorstationären Aufenthaltes oder am Aufnahmetag durchgeführt. Bitte bringen Sie zum Vorgespräch: 
- EKG/Langzeit-EKG Befunde mit, in denen das Vorhofflattern dokumentiert ist
- eine komplette Liste Ihrer Rhythmus Medikamente, die Sie jetzt und früher eingenommen haben
- aktuelle Laborwerte
- ggf. sonstige Befunde (z.B. aktuelle CT-Bilder, Herzkatheter-Befunde)
Am Vortag der Untersuchung kontaktieren wir Sie und teilen Ihnen mit, ab wann Sie ggf. nüchtern sein sollten und welche Medikation Sie einnehmen sollten bzw. welche Medikamente pausiert werden müssen.

Wie läuf eine Vorhofflatter-Ablation am Osypka Herzzentrumab?

Die eigentliche Ablations-Behandlung findet in einem top-modernen, hochspezialisierten Katheterlabor statt. Vor der eigentlichen Untersuchung erfolgt noch einmal ein Check durch den Aufnahmearzt, dann die Vorbereitung durch unser Katheter-Team. Die eigentliche Ablations-Behandlung findet meist in örtlicher Betäubung der Einstichstelle, meist in der rechten Leiste, statt. Von dem eigentlichen Eingriff, der meist nur wenige Minuten dauert, spüren sie fast nichts. Im Bereich der Leisten-Vene (siehe Abbildung links) werden einige Katheter-Schleusen gelegt. Über diese können dann diagnostische bzw. therapeutische Katheter (dünne, biegsame Sonden) vorgelegt werden. Zunächst erfolgt eine elektrophysiologische Untersuchung, in der das Herz mittels eines Stimulation-Katheters angeregt wird, über spezielle Meß-Katheter kann die Leitungsgeschwindigkeit an verschiedenen Stellen im Herzen gemessen werden. Dieser Technik kann auch die richtige Stelle für das Vorhofflattern lokalisiert werden. Durch Applikation von elektrischen Strom (Radiofrequenz-Therapie) wird eine linienförmige Narbe induziert. Zukünftig kann dann die kreisende Erregung diese Stelle nicht mehr überwinden, das Vorhofflattern bricht ab.
Nach dem Eingriff wird ein Druckverband angelegt. In seltenen Fällen überwachen wir Sie zu Ihrer Ihrer Sicherheit anschließend in einer modernen Überwachungseinheit. Auch hier bieten wir Ihnen höchstmögliche Privatsphäre. Anschließend führen wir noch EKG und gegebenenfalls Langzeit-EKG Untersuchungen durch. Essen und Trinken können sie meist schon kurz nach dem Eingriff auf der Station. 
Ihr Aufenthalt soll angenehm und sicher sein. Moderne Technologie und kompetentes Personal stellen das sicher.  

Was ist eine transseptale Punktion?

Transseptale Punktion: Erster Schritt bei Ablation von VorhofflimmernÜber eine der vorbereiteten Zugänge in der Leiste wird spezielle Punktions-Schleuse in den rechten Vorhof vorgeschoben. Dies geschieht unter Durchleuchtung, also „unter Sicht“. Wenn diese Punktions-Schleuse genau im Bereich der Vorhofscheidewand (Vorhofseptum) liegt, kann an der Spitze der Schleuse einen Nadel-Spitze freigesetzt werden, über die die eigentliche Punktion erfolgt. Über die hohle Nadelspitze kann dann ein dünner Draht in eine Lungenvene vorgelegt werden. Anschließend wird die Punktions-Schleuse gegen eine normale Schleuse ersetzt, über die dann die jeweiligen Katheter für die einzelnen Untersuchungsschritte und die Ablation vorgeführt werden können. In Abhängigkeit des Ablations-Verfahrens wird dieser Vorgang einige Male wiederholt, bis alle notwendigen Katheter in die Linke Vorkammer vorgeführt sind.

Was ist 3D-mapping?

3D-Mapping: Sichere Navigation im Vorhof bei Ablation - Modernste Technik für beste Behandlung (Osypka Herzzentrum München) Unter dem Begriff 3-D-Mapping versteht man eine seit einigen Jahren verfügbare Technologie, mit der die anatomischen Strukturen des Herzens, zum Beispiel die Vorkammer, abgetastet und vermessen werden. Neben der anatomischen Information, die zum Beispiel auch mit einem hochauflösenden 3D-Datensatz aus CT oder MRT fusioniert werden können, kann in hoher räumlicher und zeitlicher Auflösung auch die elektrische Erregung gemessen und in 3D dargestellt werden. Am Osypka Herzzentrum kommt ein hochmodernes 3D-Mapping System (Rhythmia Mapping System, Boston Scientific) zum Einsatz, mit dem Tausende von einzelnen Messpunkten in sehr kurzer Zeit dargestellt werden können. Hierzu senden spezielle mapping Katheter hochgenaue Strom-oder Magnetfelder aus und stellen die Ausbreitung der körpereigenen elektrischen Impulse, die Lage der einzelnen Katheter und auch Ablations Punkte/-Linien als 3D-Bild dar. Dies geschieht in Echtzeit, daher kann der Untersucher sich an den anatomischen und elektrophysiologischen Strukturen orientieren und so auch hochkomplexe Herzrhythmusstörungen diagnostizieren und behandeln. Das Rhythmia Mapping System ist das derzeit modernste System mit der höchsten räumlichen (<1mm)  und zeitlichen Auflösung. 

Was ist ein Lasso-Katheter?

Ein Lasso-Katheter (s. Abbildung links) passt sich durch seine Form sehr gut der Anatomie der Lungenvenen an. Durch zahlreiche Ableitungspunkte an der Spitze vermisst er elektrischen Aktivität rund um den Ausgang der Lungenvenen. Dies ermöglicht es, mittels des Ablations Katheters exakt die Orte aufzusuchen, an denen die Vorhofflimmer-Potenziale entstehen. Der Ablations-Katheter (dunkelblau, unten) gibt die RF-Pulse ab. 

Was ist ein Mapping-Katheter?

Ein mapping-Katheter kann über viele Messpunkte die Oberfläche des Vorhofs elektrisch sehr schnell vermessen. In Kombination mit dem anatomischen Bild aus dem Herz-CT oder MRT entsteht die 3D electro-anatomische Darstellung des Vorhofes. Durch technische Neuentwicklungen ist das 3D-Mapping heute in der Lage, den Vorhof millimetergenau darzustellen. Eine wichtige Vorraussetzung für den Therapieerfolg. 

Welche Risiken bestehen? Was ist, wenn nach der Ablation noch Flimmern auftritt?

Die Katheter Ablation gehört zu den minimalinvasiven Behandlungsverfahren, das Gesamtrisiko des Eingriffs ist gering. In seltenen Fällen können jedoch Komplikationen auftreten. Daher werden sie vor, während und nach dem Eingriff ständig überwacht (EKG, Sauerstoff-Messungen, Blutdruck-Messung). Das Risiko für eine Verletzung der Vorkammer, umliegender Nerven oder der Speiseröhre (durch Übererwärmung/Kälte) kann durch ständige Messungen von unseren sehr erfahrenen Spezialisten weiter reduziert werden. Anders als z.B. beim WPW-Syndrom tritt eine Heilung bei der Vorhofflimmern-Ablation meist nicht sofort ein. Der Genesung-Prozess kann sich über einige Wochen hinziehen, in der die Vernarbung stattfindet. In dieser Phase können immer noch Vorhofflimmer-Episoden auftreten. Daher wird meist eine antiarrhythmische-Behandlung fortgeführt und es ist wichtig, dass auch gerinnungshemmende Medikamente weiter eingenommen werden. Hierzu erhalten Sie nach der Behandlung genaue Anweisungen, selbstverständlich sind wir auch nach der Ablations-Behandlung weiter für sie da und begleiten den Heilungsprozess gemeinsam mit ihrem Haus-oder Facharzt. Ist der Vorhof bereits sehr groß oder besteht das Vorhofflimmern schon lange, können im Verlauf weitere Ablationen notwendig werden.
In einem ausführlichen Vorgespräch sprechen wir auch über mögliche Risiken und anhand Ihrer konkreten Krankengeschichte über die Vor- und Nachteile sowie Erfolgsaussichten einzelner Verfahren und Vorgehensweisen. 

Was sind die Vorteile der RF-Ablation? Welche Nachteile bestehen?

Die RF-Technik erlaube sehr präzise, punktförmige Ablationen. Daher ist sie besonders geeignet, wenn es um die präzise Ablation kleinerer Areale oder einzelner Fasern geht. Bei der Pulmonalvenen-Isolation ist von entscheidender Bedeutung, dass keine Lücken verbleiben. Dies kann mit RF unter Einsatz moderner Mapping Verfahren (s. links) realisiert werden. Verbessert wurde die Effizienz auch noch durch die Kontrolle des Anpress-Drucks des Katheters (contact forces mapping), damit eine möglichst einheitliche Nabenlinie entsteht. Bei der RF-Ablation kommt es sehr auf die Erfahrung und das Geschick des Untersuchers an, da keine flächige Abplikation der Energie (vergl. Kryo-Ablaiton) erfolgt. die Narbenlinien können aber sehr präzise gesezt werden, der Gewebe-Schaden im Umfeld bleibt sehr begrenzt. 

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