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WPW Syndrom München: Ablations-Therapie durch Top-Experten

WPW-Syndrom (Wolff-Parkinson-White): Ablationsbehandlung

Kreisende Erregungen durch zusätzliche Faserbündel sind die Ursache. Helfen Medikamente nicht, kann die Ablation des Faserbündels mittels Radiofrequenz-Strom Abhilfe schaffen.

Ablationsbehandlung bei WPW-Syndrom: RF-Strom Therapie durch TOP Experten Prof. Lewalter (Osypka Herzzentrum München)Zusätzliche, schnell leitende Muskelfasern im Herzen können elektrische Impulse von der Hauptkammer wieder zurück in die Vorkammer leiten. Dadurch können kreisende Erregungen entstehen, der Herzschlag ist schnell. Normalerweise verhindert der AV-Knoten eine solche rückwärts gerichtete Erregungsleitung. Typisch ist das anfallsartige Auftreten und der abrupte Abbruch (on-off Phänomen). Hierbei können Herzfrequenzen von 160-240 Schlägen pro Minute auftreten. Meist werden diese Rhythmusstörungen bei jungen Patienten gut toleriert, viele Patienten können durch sogenannte Vagusmanöver (Luft-anhalten, starkes Pressen) selbst beenden. Gelingt dies nicht, kann die Tachykardie durch Injektion von Antiarrhythmika (Ajmalin) meist beendet werden. Treten zusätzlich andere Rhythmusstörungen (z.B. Vorhofflimmern/-flattern auf, können lebensbedrohlich hohe Herzfrequenzen entstehen. 

Tritt die Tachykardie nur selten auf und bestehen keine Symptome, ist häufig keine Behandlung notwendig. Bei sehr häufigem Auftreten oder starker Symptomatik kann ein medikamentöser Therapieversuch oder eine Ablations-Behandlung durchgeführt werden. Bei der Ablations-Behandlung wird die akzessorischen Leitungsbahn mittels elektrischem Strom (RF-Ablation) verödet. Meist kann bereits bei einer Ablations-Behandlung eine lebenslange Heilung erzielt werden.

Wie wird eine Ablations-Behandlung beim WPW-Syndrom durchgeführt?

Bei der Ablations-Therapie des WPW-Syndroms wird zunächst eine elektrophysiologische-Untersuchung durchgeführt. Mit verschiedenen Kathetern, die über eine leisten-Vene eingeführt werden, kann die normale Erregungsbildung-und Leitung im Herzen vermessen werden. Mittels eines Stimulation-Katheters wird versucht, eine kreisende Erregung auszulösen und den Ort der zusätzlichen Leitungsbahn genau zu lokalisieren. Ist die Faser gefunden, kann mit dem gleichen Katheter, mit dem die Faser vermessen wurde, auch die Ablations-Behandlung durchgeführt werden: mit elektrischem Strom (Radiofrequenz-Strom) wird das Gewebe lokal stark erhitzt. Dadurch verliert das Faserbündel seine Leitfähigkeit.

Meist liegen die akzessorischen Faserbündel im rechten Vorhof. Gelegentlich kann aber auch eine transseptale Punktion notwendig werden, nämlich dann, wenn das Faserbündel im linken Vorhof liegt. Ist die Faser verödet, wartet man zunächst noch einige Zeit, um sicherzustellen, dass eine komplette Verödung vorliegt.

➥ s. auch Info WPW-Syndrom

Wer führt am Osypka Herzzentrum Ablations-Behandlungen durch?

Prof. Lewalter: Einer der Top Experten für Ablation von Vorhofflimmern in MünchenProf. Dr. med. Thorsten Lewalter gehört international zu den erfahrensten Elektrophysiologen und ist seit den frühen 90-er Jahren im Bereich der Katheter-Ablation tätig. Nach seinem Studium in Marburg und Würzburg war er langjährig am Universitätsklinikum in Bonn, zuletzt als leitender Oberarzt tätig und Leiter der Rhythmologie und Ablations-Therapie tätig. Er hatte dort eine Professur für Elektrophysiologie inne. Am Universitätsklinikum Bonn wurden viele Verfahren in der Arrhythmie-Behandlung entwickelt und erstmals angewendet. Professor Lewalter gehört zu den Pionieren dieser Technik. Er verfügt über umfangreichste persönliche Erfahrung in der Arrhythmie-Diagnostik und Ablations-Therapie und gehört national wie international zu den Top-Spezialisten in diesem Fachgebiet.
Professor Lewalter leitet das Arrhythmie-Team am Osypka Herzzentrum und führt selbst das ganze Spektrum der Ablationsbehandlungen durch. Er ist Mitherausgeber und Gutachter zahlreicher Fachzeitschriften und Referent auf den wichtigsten nationalen und internationalen Rhythmuskongressen. Professor Lewalter leitet und koordiniert zudem zahlreiche klinische Untersuchungen und ist in steering-comittes der großen internationalen Fachgesellschaften aktiv. Unterstützt wird er hierbei massgeblich vom Rhythmusexperten PD Dr. Clemens Jilek (OA). 
Bitte vereinbaren Sie für Ihre weiteren Fragen einen Termin in unserer Arrhythmie-Sprechstunde.

Wie bereite ich mich auf die Ablation vor?

Der erste Schritt ist immer eine sorgfältige Vorbereitung durch unser Ablations-Team (Leitung: Prof. Dr. Th. Lewalter). Erst wenn alle therapeutischen Alternativen (Allgemeinmaßnahmen, Medikamente) geprüft wurden, sollte eine Ablations-Therapie durchgeführt werden, gemeinsam mit ihrem Haus-oder Facharzt beraten wir Sie gern ausführlich im Vorfeld. Vor jeder Ablation werden eine Reihe von Untersuchungen durchgeführt. Hierzu gehören neben dem EKG/Langzeit-EKG Ultraschalluntersuchungen (TTE ggf. auch TEE) zum Ausschluss von Blutgerinnseln häufig auch eine Herzkatheter-Untersuchung zur oder CT-Untersuchung zum Ausschluss einer Koronaren Herzerkrankung. Diese Untersuchungen wie auch die Aufklärung zur Untersuchung werden häufig im Rahmen eines vorstationären Aufenthaltes oder am Aufnahmetag durchgeführt. Bitte bringen Sie zum Vorgespräch: 
- EKG/Langzeit-EKG Befunde mit, in denen das Vorhofflattern dokumentiert ist
- eine komplette Liste Ihrer Rhythmus Medikamente, die Sie jetzt und früher eingenommen haben
- aktuelle Laborwerte
- ggf. sonstige Befunde (z.B. aktuelle CT-Bilder, Herzkatheter-Befunde)
Am Vortag der Untersuchung kontaktieren wir Sie und teilen Ihnen mit, ab wann Sie ggf. nüchtern sein sollten und welche Medikation Sie einnehmen sollten

Wie läuf eine WPW-Ablation am Osypka Herzzentrumab?

Die eigentliche Ablations-Behandlung findet in einem top-modernen, hochspezialisierten Katheterlabor statt. Vor der eigentlichen Untersuchung erfolgt noch einmal ein Check durch den Aufnahmearzt, dann die Vorbereitung durch unser Katheter-Team. Die eigentliche Ablations-Behandlung findet meist in örtlicher Betäubung der Einstichstelle, meist in der rechten Leiste, statt. Von dem eigentlichen Eingriff spüren sie fast nichts. Im Bereich der Leisten-Vene (siehe Abbildung links) werden einige Katheter-Schleusen gelegt. Über diese können dann diagnostische bzw. therapeutische Katheter (dünne, biegsame Sonden) vorgelegt werden. Zunächst erfolgt eine elektrophysiologische Untersuchung, in der das Herz mittels eines Stimulation-Katheters angeregt wird, über spezielle Meß-Katheter kann die Leitungsgeschwindigkeit an verschiedenen Stellen im Herzen gemessen werden. Dieser Technik kann auch die richtige Stelle für die Ablation lokalisiert werden. Durch Applikation von elektrischen Strom (Radiofrequenz-Therapie) wird eine linienförmige Narbe induziert. Zukünftig kann dann die kreisende Erregung diese Stelle nicht mehr überwinden. In manchen Fällen muss auch eine transseptale oder arterielle Punktion durchgeführt werden (s.u.). Das ist dann der Fall, wenn die zusätzliche Leitungsbahn aus dem linken Vorhof stammt.
Nach dem Eingriff wird ein Druckverband angelegt. In seltenen Fällen überwachen wir Sie zu Ihrer Ihrer Sicherheit anschließend in einer modernen Überwachungseinheit. Auch hier bieten wir Ihnen höchstmögliche Privatsphäre. Anschließend führen wir noch EKG und gegebenenfalls Langzeit-EKG Untersuchungen durch. Essen und Trinken können sie meist schon kurz nach dem Eingriff auf der Station. 
Ihr Aufenthalt soll angenehm und sicher sein. Moderne Technologie und kompetentes Personal stellen das sicher.  

Welche Risiken bestehen? Was ist, wenn nach der Ablation weiterhin Tachykardien auftreten?

Die Katheter Ablation gehört zu den minimalinvasiven Behandlungsverfahren, das Gesamtrisiko des Eingriffs besonders bei der WPW-Ablation gering. Die WPW-Ablation ist ein langjährig etablierter Routine-Eingriff und Prof. Dr. Lewalter gehört zu den erfahrensten Untersuchern. In seltenen Fällen können jedoch Komplikationen auftreten. Daher werden sie vor, während und nach dem Eingriff ständig überwacht (EKG, Sauerstoff-Messungen, Blutdruck-Messung). 
In den meisten Fällen ist der Patient nach der Ablation geheilt. In seltenen Fällen kann die WPW-Tachykardie auch nach einer Ablation wieder auftreten. Das liegt daran, dass bei der RF-Ablation sehr vorsichtig vorgegangen wird, um kein gesundes Gewebe zu zerstören. Auch gibt es sehr komplizierte Fälle, bei denen die Tachykardie nicht sicher beim ersten Eingriff beendet werden kann. In solchen Fällen kann ein erneuter Eingriff notwendig werden.
Im Rahmen unseres Vorgespräches erläutern wir Ihnen den Ablauf und das Vorgehen in Ihrem speziellen Fall. Das Vorgehen hängt hier u.a. von der Lage der Leitungsbahn ab. 

Was ist eine transseptale Punktion?

Transseptale Punktion: Erster Schritt bei Ablation von VorhofflimmernÜber eine der vorbereiteten Zugänge in der Leiste wird spezielle Punktions-Schleuse in den rechten Vorhof vorgeschoben. Dies geschieht unter Durchleuchtung, also „unter Sicht“. Wenn diese Punktions-Schleuse genau im Bereich der Vorhofscheidewand (Vorhofseptum) liegt, kann an der Spitze der Schleuse einen Nadel-Spitze freigesetzt werden, über die die eigentliche Punktion erfolgt. Über die hohle Nadelspitze kann dann ein dünner Draht in eine Lungenvene vorgelegt werden. Anschließend wird die Punktions-Schleuse gegen eine normale Schleuse ersetzt, über die dann die jeweiligen Katheter für die einzelnen Untersuchungsschritte und die Ablation vorgeführt werden können. In Abhängigkeit des Ablations-Verfahrens wird dieser Vorgang einige Male wiederholt, bis alle notwendigen Katheter in die Linke Vorkammer vorgeführt sind.

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