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Aortenaneurysma

Was ist ein Aortenaneurysma?

Die Aussackung der Gefäßwand in der Hauptkörperschlagader (Aorta) wird als Aneurysma bezeichnet. Die Folge: Die Gefäßwand dünnt sich aus und kann bei Belastungen (z.B. starkem Blutdruckanstieg) reißen. Eine Ruptur der Aorta ist ein lebensbedrohliches Ereignis. 

Aortenaneurysma: Gefährliche Gefäßerweiterung muss früh genug entdeckt werden.Die krankhafte Erweiterung des Gefässdurchmessers der Hautpkörperschlagader (Aorta) wird als Aortenaneurysma bezeichnet. Man spricht bei der echten Gefäßaussackung vom Aneurysma verum. Meist ist die Gefäßwand stark ausgedünnt und daher rupturgefährdet. Aufgrund des langsamen Blutflusses im Aneurysma und häufig begleitenden arteriosklerotischen Wandveränderungen (Plaques) finden sich häufig wandständige Blutgerinnsel (Thromben) im Aneurysmasack. 

Das Aneurysma kann den Brust- oder Bauchbereich betreffen. Überschreitet die Gefäßerweiterung einen bestimmten Durchmesser, ist die Rupturgefahr so hoch, dass eine Operation oder ein interventioneller Eingriff empfohlen wird. Aufgrund der Dehnung der Gefäßinnenhaut (Endothel) und meist begleitender Plaques kann das Endothel einreissen (Aortendissektion). Aortenruptur und -dissektion sind lebensbedrohliche Ereingisse und müssen als medizinscher Notfall in einem Herzzentrum behandelt werden. 

Welche Ursachen für ein Aneurysma sind bekannt? Gibt es Möglichkeiten zur Vorbeugung?

Die Risiko-Faktoren für die Arteriosklerose gehören zu den Risikofaktoren für das Aortenaneurysma. Darüber hinaus können aber auch Bindewebserkrankungen (z.B. Marfan-Syndrom, Ehlers-Danlos), entzündliche Erkrankungen (z.B. Syphilis) aber auch angeborene Herzfehler, wie die bikuspide Aortenklappe z einem Aneursyma führen. 
Bei bekannten Risiko-Konstellationen sollten regelmassig Kontroll-Untersuchungen mittels Ultraschall durchgeführt werden. Wichtig ist natürlich eine gute Einstellung der vermeidbaren und behandelbaren Risiko-Faktoren (Nikotin, Cholesterin, Blutdruck). 

Welche Symptome sind für ein Aneuryma typisch? Welche Beschwerden sollten abgeklärt werden?

Das Aortenaneurysma kann lange asymptomatisch sein. Beim Aneurysma im Bereich des Brustkorbs kann auch durch Dehnung von Nerven Heiserkeit auftreten. Ein akuter Einriss der Gefäßinnenhaut (Dissektion) geht mit akuten, sehr heftigen Schmerzen einher. Kommt es zu einer Ruptur, treten die Zeichen eines Schocks (Blässe, schneller flacher Puls, Schweissausbruch) auf. 

Große Aussackungen in der Baucharterie können bei schlanken Patienten gut durch die Bauchdecke sichtbar und tastbar sein. Chronische oder akute Bauchschmerzen, Taubheitsgefühle in den Armen oder Beinen oder Zeichen eines Gefäßverschluss (Embolie) können auftreten. 

Wie wird ein Aortenaneurysma diagnostiziert?

Ein Aortenaneurysma kann meist gut mit der Ultraschall-Diagnostik diagnostiziert werden. Daher sind bei Risiko-Patienten regelmässige Kontroll-Untersuchungen indiziert. Findet ein regelmässiges screening statt, werden gefährliche Aneurymata meist sicher entdeckt. Bei Aneurysmata im Bereich des Brustkorbs kann ggf. eine TEE-Untersuchung notwendig werden.

Im akuten Notfall bei Brustschmerzen kann die Cardio-CT Untersuchung die drei wichtigsten und häufigsten Ursachen für den akuten Thoraxschmerz ausschliessen: Lungenembolie, Herzinfarkt oder Aortendissektion. Diese drei lebensbedrohlichen Krankheitsbilder können gut mit dem Cardio-CT beurteilt bzw. ausgeschlossen werden. So kann schnell der Weg für die zielführende Diagnostik und Therapie frei gemacht werden. Am Osypka Herzzentrum setzen wir einen hochmodernen 256 Zeilen Computertomographen ein, der sehr schnell Herz und Gefäße erfasst und bei einer Kontrastmittel-Gabe diese Fragestellungen beantworten kann. 

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