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Herzinfarkt: Ursachen, Diagnostik u. Therapie

Herzinfarkt: akuter Verschluss eines Kranzgefäßes 

Ein Blutgerinnsel kann ein Herzkranzgefäß akut verstopfen. Meist ist eine Plaqueruptur die Ursache. Zeit ist Herzmuskel: Ein Herzinfarkt ist akuter Notfall, der in einer spezialisierten Einheit (Chest-Pain Unit) behandelt werden sollte. 

Herzinfarkt: Video zeigt Verschluss eines KranzgefässesLange können Plaques bei der Koronaren Herzerkrankung stabil sein oder wachsen - ohne Symptome. Kommt es aber zur gefürchteten PlaquerupturEinriss der Gefäßinnenhaut (Intima) mit anschliessender Gerinnselbildung, können ganz akute Beschwerden auftreten. Im Bereich der Plaqueruptur können Blutplättchen (Thrombozyten) ein Blutgerinnsel bilden und so das Kranzgefäß verschließen. Die Folge: es kommt zu einer akuten Durchblutungsstörung (siehe Infarktzone Bild links), dies ist ein akuter Herzinfarkt. Wird der Gefäßverschluss nicht innerhalb der ersten Stunden nach Eintreten des Infarktes wieder eröffnet, stirbt das Herzmuskelgewebe ab. In der Folge bildet sich eine Narbe, die Pumpleistung ist herabgesetzt und es entwickelt sich eine Herzschwäche (Herzinsuffizienz). 

Weitere Komplikationen können Herzrhythmusstörungen sein, die zum Plötzlichen Herztod führen können. Mit vielen einfachen Maßnahmen kann dem Infarkt vorgebeugt werden. Wenn es zum Infarkt kommt, ist dies ein Notfall, der sofort behandelt werden muss. Auf den folgenden Seiten möchten wir Ihnen zu den wichtigtsten Themen rund um den Herzinfarkt Informationen zur Verfügung stellen. Gern stehen wir Ihnen für Ihre Fragen aber auch im persönlichen Gespräch zur Verfügung. 

Gibt es Warnsignale für einen drohenden Infarkt?

Bei vielen Patienten tritt der Infarkt als Erstereignis auf. Vor dem Ereignis wurden keine typischen Beschwerden verspürt. Häufig treten aber vor dem eigentlichen Infarkt typische Waren-Symptome auf:

  • neuer Brustschmerz oder zunehmende Brustschmerzen (instabile Angina pectoris)
  • Schweißausbrüche, unklare Beschwerden in der Magengegend 
  • Zunehmende Luftnot bei Belastung

Herzinfarkt Symptome

Alarmzeichen für einen Herzinfarkt sind schwere, länger als 5 Minuten anhaltende starke Schmerzen im Brustkorb. Diese können in den Unterkiefer, die Arme und Schultern aber auch in den Oberbauch ausstrahlen. Neben dem Engegefühl treten häufig Kaltschweissigkeit, Luftnot und ein Angsgefühl auf. Bei solchen Symptomen sollte nicht gezögert werden: In dem Fall den Notarzt (112) verständigen. Symptome eines typischen Herzinfarktes sind:

  • Starke, drückende Brustschmerzen (länger als 5 Minuten)
  • Atemnot
  • Kaltschweißigkeit/Blässe
  • flacher, schneller Puls
  • Angstgefühle

Gerade bei Patienten mit Diabetes können die Symptome weniger ausgeprägt sein. Auch untypische Symptome wie Bauchschmerzen, Kieferschmerzen Übelkeit/Erbrechen oder Ohnmachtsanfälle/Herzrhythmusstörungen können isoliert auftreten, so das der Herzinfarkt nicht diagnostiziert/erkannt wird. In diesen Fällen spricht man auch von einem stummen Myokardinfarkt. 

Warum ist ein Herzinfarkt so gefährlich?

Jedes Jahr sterben in Deutschland etwa 50.000 Menschen an einem akuten Herzinfarkt ein gutes Drittel noch vor Aufnahme in das Krankenhaus. Bei einem Verschluss der Kranzkefäße können gefährliche Herzrhythmusstörungen auftreten (Kammerflimmern). Viele Patienten warten zu lange, bevor Sie den  Notarzt verständigen. Je länger das Kranzgefäß verschlossen bleibt, desto größer wird die Narbe im betroffenen Gefäßsegment. Die Folge: Herzschwäche aufgrund eingerschränkter Pumpleistung. Die gute Nachricht: Die Versorgungsqualität beim akuten Infarkt hat sich in den letzten 30 Jahren erheblich verbessert. Dies liegt an der Einrichtung von Zentren zur Versorgung des Herzinfarktes (Chest-Pain Unit/CPU). Bei Brustschmerz fährt der Notarzt im Raum München nur Kliniken an, die eine CPU betreiben. Der aktuelle Herzbericht für Deutschland zeigt die Ergebnisse der verbesserten Versorgung an. Damit es aber in der Folge nicht zur Herzschwäche kommt, ist eine schnelle Behandlung wichtig. Denn auch bei der exzellenten ersten Versorgung gehören Herz- und Kreislauferkrankungen in Deutschland mit über 400.000 Todesfällen pro Jahr noch den führenden Todesursachen. 

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