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Magnesium-Stent: Neue Selbstauflösende Gefäßstütze

Neue Stent Technologie - der selbstauflösende Magnesium Stent

"Die neuartige resorbierbare biologische Gefäßsstütze (stent) hält das Kranzgefäß in der kritischen Anfangsphase offen. Wenn das Gefäß abgeheilt ist, löst sich der stent von selbst auf. So kann die natürliche Gefäßfunktion wieder hergestellt werden" (Prof. Lewalter, München). 

Der neu zugelassene stent vereint zwei revolutionäre Technologien: die Medikamentenbeschichtung sorgt dafür, dass sich das Gefäß nicht in der Einheilungsphase wieder verschliesst. Das Material löst sich - anders als bisherige stent-Plattformen- innerhalb eines Jahres von selbst auf. Das ist wichtig für die natürliche Gefäßfunktion. "Das Kranzgefäß regelt durch Verengung und Erweiterung selbständig den Blutfluss. Diese Funktion wird durch konventionelle Stents gestört. Hat sich der Stent aber nach der Einheilungsphase aufgelöst, kann das Blutgefäß wieder diese Rolle übernehmen. Wir sind sehr froh, dass wir als eines der ersten Zentren in Deutschland diese neue Technologie anbieten können", so Prof. Lewalter vom Osypka Herzzentrum. 

Selbstauflösender Stent: Magnesium löst sich nach 1 Jahr auf - Modernste Technologie am Osypka Herzzentrum MünchenDie Implantation wird am Osypka Herzzentrum mit modernster Bildgebungstechnologie überwacht. "Die OCT-Bildgebung erlaubt phantastische Einblicke in das behandelte Kranzgefäß. Die optimale Position und vor allem die vollständige Entfaltung kann so überwacht werden, so PD Dr. med. K. Tiemann. Wichtig ist, dass der Stent komplett an der Wand anliegt. So soll verhindert werden, dass sich gefährliche Blutgerinnsel (Thromben) an den Stent-Streben bilden.

In einer kürzlich publizierten Studie konnte die Sicherheit des neuen Stents nachgewiesen werden. Wie Prof. Haude anlässlich eines Kongresses in Berlin ausführte, zeigte sich beim neuen Stent in keinem der untersuchten Fälle eine Thrombusbildung (Gerinnsel im Sten). Im Rahmen des Kongresses stellte Prof. Lewalter vom Osypka Herzzentrum die ersten Ergebnisse mit dem neuen Stent vom Osypka Herzzentrum vor. 

Nicht für alle Engstellen ist der Magnesium-Stent geeignet. "Hier ist die Erfahrung des Interventionalisten gefragt", so Prof. Sick, ltd. Arzt des Herzkatheter-Labors am Osypka Herzzentrum. Aus der Vielzahl der heute verfügbaren Stents den richtigen für den jeweiligen Patienten und die entsprechende Engstelle auszuwählen 

Magnesium Stent
Moderne Stent-Plattform, die sich gut über Engstellen (Stenose) vorführen lässt. Mit einem Ballon wird der Stent in die Gefäßwand gepresst, die Engstelle so beseitigt
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Nach der Implantation:
Das Metallgerüst des Stents wird durch einen Ballon eng an die Gefäßwand gepresst. Medikamente an der Stent-Wand sollen verhindern, dass sich neue Engstellen bilden.
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Der Stent löst sich auf:
Nach einigen Monaten beginnt sich die Gefäßstütze aufzulösen. Etwa nach einem Jahr hat sich der Stent aufgelöst, das Gefäß kann seine natürliche Funktion wieder entfalten.
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OCT - Bildgebung bei der Implantation

Die OCT Technik erlaubt eine besonders genaue Darstellung der Kranzgefäße. Die OCT-Sonde wird über einen feinen Führungsdrat in das zu untersuchende Gefäß vorgeführt. Vor der Behandlung mit einem Stent kann die Zusammensetzung einer Engstelle (Kalk, Plaquematerial) genau analysiert werden. Abgehende Seitenäste können sehr genau lokalisiert werden. Nach der Implantation des Stents können mit OCT die Stent-Streben dargestellt werden. In 3D kann das Stentgerüst im Gefäß dargestellt werden. Wichtig: alle Streben sollten voll entfaltet sein und der Wand eng anliegen. So können medikamentenbeschichtete Stents gut ihre Wirkung entfalten und auch die gefürchtete Stent-Thrombose kann so besser verhindert werden. 

PD Dr. Klaus Tiemann (Osypka Herzzentrum München) Top-Kardiologe

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