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Ultraschall: neue Technologie

Speckle tracking

Das speckle-tracking basiert auf einer automatisierten Mustererkennung. Der Algorithmus sucht sich selbstständig helle Bildpunkte (speckle) im Herzmuskel und verfolgt diese über den Herzzyklus. Da dies an sehr vielen Stellen im Herzmuskel gleichzeitig geschieht, kann das Kontraktionsverhalten genau analysiert werden. Die Wandbewegung und vor allem die Wanddicken-Veränderung kann als Maß für das Kontraktionsverhalten berechnet werden. Somit sind erstmals in der Echokardiographie quantitative Angaben zur Herzfunktion, vor allem zur regionalen Funktion einzelner Wandabschnitte möglich. Basierend auf dieser Mustererkennung setzen heute viele andere Algorithmen an. Dieser neue Ansatz löst viele der Probleme in der automatisierten Konturerkennung und Quantifikation von Echo-Sequenzen. 

Automatische Segmentierung der Kammern

Für die Computertomographie und zum Teil auch für die Magnetresonanztomographie ist eine automatische Segmentierung schon länger Standard. Bei der automatischen Segmentierung werden die Grenzen anatomischer Strukturen von einem Computer Algorithmus erkannt. Im Fall der Computertomographie basiert diese Erkennung meist auf der Verwendung eines Röntgen-Kontrastmittels. Bei der Echokardiographie werden für diese Segmentierung keine Kontrastmittel benötigt. Diese neue technische Entwicklung ermöglicht es, zum Beispiel die Herzkammern automatisch vermessen zu lassen. Dies führt zu reproduzierbareren Ergebnissen und eröffnet jetzt auch die Möglichkeit, zumindest Teil automatisiert echokardiographische Bilder mit anderen Bildgebung-Modalitäten (zum Beispiel CT) zu fusionieren bzw. zu überlagern. So können Informationen wie zum Beispiel der Verlauf der Herzkranzgefäße oder die Ausdehnung einer Narbe mit der echokardiographischen Anatomie und Funktion in einem Bild dargestellt werden.

 

Bildfusion im Katheterlabor

Bislang konnten Ultraschallbilder im Katheterlabor ohne Bezug zum Katheterbild auf einem separaten Monitor dargestellt werden. Eine neue Technologie erlaubt ist jetzt, beide Bildquellen überlagert darzustellen. Ein Computersystem kennt die genaue Lage des Ultraschallbilds im Raum und kann so 2-D oder 3D Ultraschallbilder auf einen Röntgen-Durchleuchtungs Bild (Katheter) projezieren. Diesen Vorgang nennt man co-Registrierung. Auf einem großen Monitor können verschiedene Blickebenen gleichzeitig dargestellt werden.
Insbesondere bei komplexen Kathetereingriffen können hier für den Interventionalisten wertvolle neue Informationen bereitgestellt werden. Wird eine Struktur im Echobild markiert, kann diese im Katheterbild dargestellt werden. Somit kann die Lage eines Katheters oder eines Occluders-Systems verbessert dargestellt werden.

 

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