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Schluckechokardiographie-TEE: sanfte Diagnostik in München

Transösophageale Echokardiographie (Schluckecho/TEE)

Die Ultraschalluntersuchung durch die Speiseröhre ermöglicht eine besonders hochaufgelöste Darstellung der Herzklappen und der Vorkammern. Herzklappenfehler, kleinste Blutgerinnsel und Auflagerungen bei Entzündungen (Endokarditis) lassen sich so exakt untersuchen.

Schluckecho (TEE): Darstellung Herzklappen oder Blutgerinnsel im Herzen PD K Tiemann Osypka Herzzentrum MünchenIm Gegensatz zur transthorakalen Echokardiographie erfolgt bei der TEE-Untersuchung die Anlotung nicht durch die Brustwand, sondern mittels eines endoskopartigen Untersuchungsgerätes durch die Speiseröhre. Die Speiseröhre verläuft unmittelbar hinter dem Herzen, so dass der Abstand zu Herzstrukturen deutlich geringer ist, als bei der konventionellen Echokardiographie (TTE). Die bei der TTE vor dem Herzen liegenden Strukturen (z.B. Rippen, Fett- und Bindegewebe etc.) entfallen, so dass Störsignale minimiert werden. Dadurch können besonders hochauflösende Schallköpfe eingesetzt werden, die selbst kleinste Strukturen und Veränderungen noch erkennbar machen. Da diese Schallköpfe nur eine sehr geringe Eindringtiefe haben, ist eine transthorakale Untersuchung hiermit nicht möglich. 
Moderne TEE-Sonden sind dabei so klein, dass Sie problemlos in die Speiseröhre eingeführt werden können. Die komplette Bildgebungs-Technik konnte technisch so miniaturisiert werden, dass selbst 3D-Untersuchungen mit der dünnen Sonde möglich sindViele Herzerkrankungen lassen sich gut von außen, also durch die TTE-Untersuchung beurteilen. Auflagerungen bei Herzinnenhautentzündungen – Endokarditis - sog. Vegetationen auf Herzklappen, Blutgerinnsel im Herzen (Thromben) oder Undichtigkeiten von Herzklappen lassen sich mittels TEE sicherer und genauer beurteilen. Bei künstlichen Herzklappen, zur Steuerung von Eingriffen (z.B. Occluder-Implantation) oder z.B. nach einem Schlaganfall ist eine TEE-Untersuchung angezeigt. 

Sanfter Dämmerschlaf und angenehme Atmosphäre und die Sicherheit unserer Überwachungseinheit - TEE Diagnostik auf höchstem Niveau

Viele Patienten verbinden mit dieser Untersuchung Ängste, da vielleicht im Bekanntenkreis bereits über unangenehme Erfahrungen berichtet wurde. Am Osypka Herz Zentrum werden Sie von Ärzten mit einer sehr große Erfahrung mit dieser Methode betreut. Meist wünschen unsere Patienten einen sanften Dämmerschlaf (Sedierung). Dem kommen wir sehr gern nach. In einem abgeschirmten Überwachungsbereich bleiben Sie bis zum Aufwachen in einer angenehmen Atmosphäre gut versorgt. Sollten Schluckbeschwerden oder gar eine Verengung der Speiseröhre vorliegen werden wir professionell von unserer Gastroenterologie (Chefarzt Prof. Dr. Gross) unterstützt. So sind Sie optimal versorgt. Die Untersuchung kann auf Wunsch auch ohne Sedierung durchgeführt werden. Es erfolgt dann eine örtliche Betäubung des Mund- und Rachenraumes mit einem Spray (Lokalanästhetikum). Auch hier profitieren Sie von der großen Erfahrung unserer Spezialisten: Verzichten wir auf Ihren Wunsch auf eine Kurz-Narkose/Sedierung, wird die Untersuchung durch eine sorgfältige Betäubung des Rachens und eine professionelle Durchführung meist sehr gut toleriert. Mit modernen 3D-TEE Sonden können heute sogar Funktionsuntersuchungen von Herzklappen in Echtzeit durchgeführt werden, die dem Herzchirurgen oder Kardiologen ein sehr genaues Bild verschafft. So kann im Vorfeld das optimale Behandlungsverfahren gewählt werden.

Wie läuft eine Transösophageale Echokardiographie ab?

Wenn Sie von uns einen Termin zu einer TEE-Untersuchung erhalten haben oder sie ihr behandelnder Arzt sie zu uns zu einer Schluck Echo Untersuchung überweist, nehmen Sie bitte spätestens am Vortag mit unserer Anmeldung Kontakt auf. Wir teilen Ihnen dann gerne Einzelheiten zum Untersuchungsablauf (Anmeldungen, Räumlichkeiten etc.) mit.
Früh-Termin 8.00-9.00:  kommen Sie bitte nüchtern (letzte Nahrungsaufnahme vor 20:00 Uhr am Vortag)
bis spätestens 7:30 Uhr in unsere Aufnahme.
Mittags-Termin 12.30-13.30: kommen Sie bitte nüchtern (kleines Frühstück vor 6:00 Uhr) bis spätestens 11:30 Uhr in unsere Aufnahme.
In der Regel führen wir die Untersuchung in einem leichten Dämmerschlaf durch, sodass sie von der eigentlichen Untersuchung kaum etwas bemerken. Bitte beachten Sie: am Untersuchungstag dürfen sie nicht aktiv am Verkehr teilnehmen! Bitte lassen Sie sich zur Untersuchung bringen/abholen. Sollte dies nicht möglich sein, nehmen Sie mit uns Kontakt auf, wir organisieren gern einen Transport für Sie.

Welche Risiken bestehen?

Bei der TEE-Untersuchungen können kleinere Verletzungen im Mund oder Rachenraum auftreten, die zu kleineren Schleimhautblutungen führen. Bitte entfernen Sie vor der Untersuchung nicht festsitzende Zahnprothesen. Sollten Sie unter Schluckbeschwerden leiden, wenn wir sie, dies möglichst im Vorfeld schon mitzuteilen. Verletzungen an der Speiseröhre sind sehr selten. Krampfadern in der Speiseröhre (Ösophagusvarizen), Speiseröhren-Geschwüre, Operationen oder sonstige Veränderungen an der Speiseröhre teilen Sie uns bitte ebenfalls frühzeitig vor dem Untersuchungstag mit. Die Kurznarkose/der Dämmerschlaf wird in der Regel gut toleriert. Bei sehr schweren Vorerkrankungen führen wir diese Untersuchung zu Ihrer Sicherheit gemeinsam mit einem Kollegen der Anästhesie durch. Nach der Untersuchung können noch für einige Stunden, selten länger, Schluckbeschwerden bestehen. Diese sind aber rasch rückläufig. Damit Sie sich aber nach der Untersuchung nicht verschlucken, sollte eine Nahrungsaufnahme erst wieder nach frühestens 1 Stunde erfolgen bzw. erst dann, wenn die Schluckbeschwerden (Nachwirkung der lokalen Betäubung durch ein Rachenspray), nachgelassen hat. 

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Warum wird eine TEE-Untersuchung nach einem Schlaganfall durchgeführt?

Mit der TEE-Diagnostik können selbst kleinere Veränderungen im Herzen gut dargestellt werden. Häufig sind kleinere "Löcher" im Herzen, z.B. ein sogenanntes offenes Foramen Ovale (PFO) die Ursache für einen Schlaganfall. Das Foramen Ovale ist eine Verbindung zwischen dem rechten und linken Vorhof. Diese Verbindung besteht bei allen Menschen vor der Geburt, sie verschliesst sich jedoch bei den meisten Menschen. Bei manchen Menschen verbleibt diese Verbindung lebenslang. Das ist meist unproblematisch, kann aber bei besonderen Konstellationen dazu führen, das Partikel -z.B. Blutgerinnsel- aus dem venösen System in den Körperkreislauf gelangen. Auch andere Quellen für Blutgerinnsel wie das linke Vorhofohr, in dem sich häufig ThrombenBlutgerinnsel bilden, müssen untersucht werden. Werden Thromben von den Arterien ins Gehirn transportiert, kann ein Schlaganfall auftreten. Die TEE-Diagnostik gehört wie die Ultraschall-Untersuchung der Halsgefäße und der großen Blutgefäße zur sogenannten Emboliequellen-Suche. Findet sich ein PFO oder ein anderes "Loch im Herzen", kann ein Verschluss sinnvoll sein. Hier ist die enge Abstimmung zwischen Neurologen und Kardiologen wichtig, damit die optimale Behandlungsform gefunden wird. In der TEE-Diagnostik wird eine Ultraschall-Kontrastmittel Untersuchung durchgeführt. Dabei wird Kochsalzlösung so aufbereitet, das winzige, unschädliche Luftbläschen entstehen, die im Ultraschall detektiert werden können. Besteht eine Verbindung, kann der Durchtritt dargestellt und beurteilt werden (Video links: Durchtritt von Luftbläschen -"bubbles"- durch ein PFO).

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