Skip to content Skip to navigation

Selbstauflösende Stents: Therapie der KHK

Was sind bioresorbierbare oder absorbierbare Stents?

Was sind die Vorteile, was die Nachteile? Warum werden nicht nur noch absorbierbare Stents implantiert?

Bioresorbierbare Stents lösen sich auf - Optimale Behandlung von Engstellen am Herzen (Stenose)? Info am Osypka Herzzentrum MünchenStents bestehen aus Metall-Geflechten basierend auf verschiedenen Metall-Legierungen (z.B. Kobalt-Chrom). Ein einmal implantierter Stent verbleibt immer im Gefäß und hält das Gefäß idealerweise konstant offen. Ein normales Blutgefäß kann sich jedoch -je nach Anforderung- erweitern oder verengen. Hierüber wird die Blutversorgung des Herzens geregelt. Sind viele Metall-Stents in ein Gefäß implantiert, nimmt das Blutgefäß nicht mehr an der automatischen Regulation der Blutversorgung teil. Ein weiterer Nachteil der Metall-Stents liegt auch für eine mögliche spätere Bypass-Operation vor. Im Bereich eines Stents ist es für den Herzchirurgen nur schwer möglich, einen Bypass aufzunähen. Mittlerweile gibt es auch Stents aus Materialien, die innerhalb von Monaten bis Jahren komplett vom Körper abgebaut werden können. Diese sogenannten bioresorbierbaren Stents bestehen z.B. aus Polymeren (z.B. Polylactat/Milchsäure) oder Legierungen aus Magnesium und Metallen der "seltenen Erden". 

Warum werden nicht nur noch absorbierbare Stents implantiert?

Bio-resorbierbare Stents erreichen heute noch nicht die mittlerweile hervorragenden mechanischen Eigenschaften der aktuellen Stent-Generation. Gerade in kleinen und stark gekrümmten Blutgefäßen haben dieses Stents daher viele Nachteile. Anders als die Metall-Legierungen, die bei konventionellen Stents eingesetzt werden, können Bio-resorbierbare Stents sich nicht so gut verformen. Dadurch können die Stent-Segmente brechen und in das Gefäß hineinragen. Diese Gefahr droht vor allem, wenn Engstellen sehr stark verkalkt sind. Daher muss auch bei diesem neuen Verfahren im Detail sehr genau überlegt werden, bei welcher Konstellation diese neue Stent-Generation sinnvoll ist.

Seite empfehlen: