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TASH HOCM Kardiomyopathie

TASH - minimal invasive Therapie bei HOCM

Führen Medikamente oder eine Schrittmacher-Behandlung nicht zum Erfolg, kann eine Ablation mittels Alkohl-Injektion oder Microsphären den Muskelwulst in der Ausstrohmbahn beseitigen oder verkleinern.

Was ist TASH? Was heisst HOCM? Behandlung durch TOP Experten am Osypka Herzzentrum MünchenBei einer dynamischen Ausflusstrakt-Obstruktion (HOCM) kann das störende Gewebe in der Ausstrombahn mittels Ablationstechniken minimal invasiv im Katheter-Labor beseitig werden. Dazu wird ein Führungskatheter wie bei der Koronarangiographie in das linke Kranzgefäß eingeführt. Über einen dünnen Draht kann dann ein Ballon in den Gefäß-Ast, der das störende Gewebe versorgt, vorgebracht werden. Der Ballon verschliesst dann kurzfristig das Gefäß. Über einen Kanal im Ballon können dann Alkohol oder kleine Microsphären injiziert werden, die die Endstrombahn im störenden Muskelareal verschliessen. Dadurch verödet das störende Herzmuskelgewebe. Der Ballon verhindert dabei, dass Alkohol oder Microsphären auch in andere Muskelareale gelangen. Da nach dem Eingriff Herzrhythmusstörungen auftreten können, erfolgt im Anschluss an die Verödung eine Überwachung auf einer Intensiv- oder Überwachungsstation.

Kontrast-Injektion

Damit wirklich nur die Flussbehinderung im Ausflusstrakt verödet wird, kann mittels Herzultraschall und Kontrastmittel das betreffende Areal markiert werden. Durch eine Testinjektion mit unschädlichem Ultraschall-Kontrastmittel kann die korrekte Lage des Ballon-Katheters geprüft werden. So kann zielsicher und umliegendes Gewebe das störende Gewebe verödet werden.  

TASH: Kontrastmittel-Injektion zur Markierung des zu behandelnden Areals

Risiken des Eingriffes/Therapie-Alternativen

Formal wird durch die Verödung ein kleiner, lokal begrenzter Infarkt induziert. Häufig treten daher im Anschluss Herzrhythmusstörungen auf. In einigen Fällen kann Gewebe betroffen sein, in dem für die Erregungsleitung von der Vorkammer zur Hauptkammer relevante Strukturen (z.B. AV-Knoten) liegen. Dann kann in seltenen Fällen die Versorgung mit einem Herzschrittmacher notwendig sein. Bei sehr ausgeprägten Muskelverdickungen kann das Gewebe nicht immer in einer Sitzung verödet werden. Meist wird dann ein zweiter Eingriff nach 6 Monaten durchgeführt. Nach diesem Zeitraum hat sich der Herzmuskel so organisiert, dass mittels Herzultraschall beurteilt werden kann, ob noch eine relevante Flussbehinderung vorliegt. 

Als Alternative zur TASH kommt eine Muskelentfernung (Myektomie) durch einen herzchirurgischen Eingriff in Betracht. Auch dieser Eingriff ist nicht risikolos und bedeutet eine Operation am offenen Herzen. Welche Behandlung für den jeweiligen Patienten am erfolgversprechendsten ist, sollte in einem Herz-Team erörtern werden, damit die optimale Therapieform gewählt werden kann. Wichtig: die TASH-Behandlung reduziert häufig erfolgreich und langfristig die Symptome wie Luftnot. Bei mittels MRT nachgewiesener Fibrose sollte immer auch noch die Versorgung mit einem Defibrillator zur Prävention eines plötzlichen Herztodes durch Kammer-Arrhythmien in Erwägung gezogen werden. 

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