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Vorhofohrverschluss München: Schlaganfallrisiko bei Vorhofflimmern senken

Occludertherapie bei Vorhofflimmern: Vorhofohr-Verschluss verhindert Schlaganfälle

 

PD Dr. Klaus Tiemann (Osypka Herzzentrum München) Top-Kardiologe

 

Online-Termin

 

Chefarzt-Sekretariat

Frau M. Haberland
Mo-Fr. 8.00-17.00

089 72400 4343
089 72400 4391

089 72400 4399

kardiologie@ikms.de

Peter Osypka Herzzentrum
Internistisches Klinikum
München Süd GmbH
Am Isarkanal 36
D-81379 München

Literatur

 2017 Jan;19(1):4-15. doi: 10.1093/europace/euw141. Epub 2016 Aug 18.

Percutaneous left atrial appendage occlusion: the Munich consensus document on definitions, endpoints, and data collection requirements for clinical studies.

Welche Untersuchungen sind für den Vorhofohr-Verschluss notwendig?

Wenn sie von ihrem Haus-oder Facharzt zu einem Vorhofohr-Verschluss zugewiesen werden, prüfen wir zunächst, ob eine Occluder-Implantation bei Ihnen technisch möglich ist. Bitte bringen Sie, falls vorhanden, zum Vorgespräch in unsere Rhythmus-Ambulanz aktuelle Unterlagen (Arztbriefe, Labor-Ergebnisse, Untersuchungsbefunde etc.) mit. Im Osypka Herzzentrum wird dann eine transösophageale Echokardiographie (3D-TEE) durchgeführt, um Blutgerinnsel im Vorhofohr auszuschließen und zu prüfen, die Implantation eines Verschlusssystems technisch möglich ist und welches System ggf. in Betracht kommt. Bitte bringen Sie zu diesem Termin -soweit möglich- Labor-Unterlagen und ggf. ihren Gerinnungshemmer-Ausweis (z.B. Marcumar-Ausweis) mit. Sollte eine Occluder-Implantation für sie das richtige Behandlungsverfahren sein, führen wir bei diesem Termin schon alle Aufklärung-Gespräche durch, damit ihr stationärer Aufenthalt so kurz wie möglich gestaltet werden kann. Sollten weitere Untersuchungen notwendig sein, organisieren wir dies für Sie im Vorfeld.

Was ist ein Vorhofohr-Occluder?

Ein Vorhofohr-Occluder ist eine Art „Stöpsel“, der den Eingang des Vorhofohres verschließen soll. Diese Verschluss-Systeme bestehen aus einem dünnen Draht-Geflecht aus einem sehr biegsamen Metall (Nitinol). Dieses Metall hat einen Memory-Effekt: es kann sehr klein zusammen gefaltet werden und findet selbstständig zur ursprünglichen Form zurück. So kann es in einen Transport-Katheter (Schleuse) geschoben werden und über einen kleinen Zugang in der Leiste bis zum Herz vorgeführt werden. Im Herzen kann sich das System auf ein Vielfaches der Größe im Katheter entfalten. Technisch unterscheiden sich die Systeme, die derzeit in Deutschland implantiert werden. Beim Amplatzer-Occluder besteht das System aus zwei Komponenten: dem Körper (Body) und der Verschluss-Scheibe (Disk). Im Video links oben auf dieser Seite können Sie die sukzessive Entfaltung von Body und Disk genau nachvollziehen.

Wie wird der Verschluss durchgeführt?

Die Implantation des Vorhofohr-Verschlusssystems wird meist in Allgemein-Anästhesie, ggf. auch in Kurznarkose durchgeführt. Nach Punktion der Leisten-Vene (meist rechts) wird ein Schleusensystem in den rechten Vorhof vorgeführt. Es erfolgt die Passage des interatrialen Septums. Die linke Abbildung zeigt die unterschiedlichen Phasen der Entfaltung des Occluders.
Links-oben: Teilöffnung des "Bodies". Unter Ultraschall-Sicht wird das System in die korrekte Position gebracht.
Rechts-oben: der Körper/Body wird entfaltet, Ultraschallkontrolle des korrekten Sitzes. 
Links-unten: Entfaltung der Scheibe/Disk. Ultraschall-Kontrolle der kompletten Abdichtung
Rechts-unten: Implantiertes System nach kompletter Ablösung vom Katheter.
Die Animation zeigt den kompletten Eingriff (Video-Animation St. Jude Medical).

Was geschieht nach der Implantation?

Nach Abschluss der Implantation erfolgt noch im Katheter-Labor eine genaue Kontrolle von Lage und Dichtigkeit. Eine weitere Ultraschallkontrolle (TEE) erfolgt noch vor der Entlassung. Bis der Occluder komplett eingeheilt und mit einer Gefäßinnenhaut überzogen ist (Endothel), muss meist die Antikoagulation fortgesetzt werden. In jedem Fall ist aber die duale Thrombozytenaggregationshemmung (ASS + Clopidogrel) erforderlich. Meist für 3 Monate. Eine engmaschige Kontrolle und Absprache ist bei hohem Blutungsrisiko erforderlich. 
In unserer Rhythmusambulanz betreuen wir Sie in enger Absprache mit Ihrem Haus- oder Facharzt.

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