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Risikofaktor Bluthochdruck Herzinfarkt Schlaganfall

Bluthochdruck - häufig unbemerkte Volkskrankheit

Die arterielle Hypertonie ist die häufigste Erkrankung des Herz-Kreislaufsystems. Unbehandelt drohen Folgeschäden: Herz, Nieren und Gehirn sind betroffen.

Video: Risiko Bluthochdruck (Hypertonie) für Herzinfarkt und Schlaganfall - Info am Osypka Herzzentrum MünchenBluthochdruck bleibt häufig lange unbemerkt, weniger als die Hälfte der Betroffenen weiß von der eigenen Erkrankung. Nur jeder vierte Patient wird richtig behandelt. In Deutschland sind nach Schätzungen der Deutschen Hochdruckliga e.V. mehr als 10 Millionen Menschen betroffen. Aufgrund der vielfältigen Folgeschäden an Herz, Nieren und Gehirn (Gefäßveränderungen/Arteriosklerose) gehört der Bluthochdruck zu den häufigsten Todesursachen in Deutschland.

Menschen über 40 Jahre sollten ihren Blutdruck regelmäßig bestimmen und auch im Rahmen von Vorsorgeuntersuchungen das persönliche Risikoprofil für die Entwicklung von Herzerkrankungen und Arteriosklerose bestimmen lassen. Der Blutdruck lässt sich mit einfachen Mitteln bestimmen, ist er erhöht kann er meist gut behandelt werden. Besonders wichtig ist eine gute Blutdruckeinstellung bei Patienten mit besonderen Risiken: Fettstoffwechsel-Störungen (Cholesterin), Diabetes (Zuckerkrankheit) und Übergewicht sind neben familiären Risiken und Nikotin-Konsum besonders wichtig.

Ein einzelner zu hoher Blutdruckwert, insbesondere in der Arzt-Praxis oder Klinik ("Weißkittel-Hypertonie") ist hierbei nicht von Bedeutung. Werden aber wiederholt zu hohe Blutdruckwerte (>140/90mmHg) gemessen, spricht man von Bluthochdruck. Eine 24 Stunden-Blutdruckmessung schafft Klarheit. Sie erlaubt die Dokumentation des Blutdrucks in Ruhe-und Aktivitätsphasen und zeigt, ob sich der Blutdruck im Schlaf absenkt. Für eine mögliche Behandlung sind dies wichtige Informationen. Der erste, obere Blutdruckwert (systolischer Blutdruck) entsteht in der Auswurf-Phase (Systole) des Herzens, wenn das Blut in die Arterien gepumpt wird. Der zweite, niedrigere Blutdruckwert (diastolischer Blutdruck) entsteht in der Erschlaffungsphase (Diastole) des Herzens. 

Ist der Blutdruck dauerhaft zu hoch, kommt es zu einer vorzeitigen Versteifung der Gefäßwände. Dies begünstigt die Entwicklung der Arteriosklerose (Gefäßverkalkung) und führt zu einer Erhöhung des Widerstandes der Blutgefäße. 

Diagnostik

Die häufigste Form des Bluthochdrucks ist der sogenannte essentielle Hypertonus für den keine sonstige medizinische Ursache gefunden werden kann. Bei der Erstdiagnostik von Bluthochdruck sollten aber sekundäre Ursachen, also Erkrankungen, die ihrerseits zu Hypertonie führen, ausgeschlossen werden. Hierbei ist das Erkrankungsalter ein wichtiger Parameter. Gerade in sehr jungem Alter, sind sekundäre Formen zu beachten. Bei der Basis-Diagnostik sollte die Niere, die Schilddrüse und xxx abgeklärt werden. In der Regel genügen hierzu Labor- und Ultraschall-Untersuchungen. Bleiben dann aber noch Unklarheiten bestehen oder lässt sich der Blutdruck mit konventioneller Medikation nicht adäquat behandeln, sollte eine weitergehende Diagnostik erfolgen. Spezielle Hormonuntersuchungen, ggf. auch weitere radiologische Diagnostik, z.B. eine MRT-Untersuchung, könnten dann erforderlich sein. In jedem Fall sollte bei einer unklaren Hypertonie ein Experte für die Therapie eingeschaltet werden. Die Deutsche Hochdruck-Liga hat hierfür Empfehlungen herausgegeben und eine zertifizierte Qualifikationsstufe, xxx, eingeführt, an der sich Patienten orientieren können.

Komplikationen Bluthochdruck

Lange bleibt der Bluthochdruck häufig unerkannt. Häufig wird er erst im Rahmen der Diagnostik von Endorganschäden erkannt. Als Endorganschäden werden Hypertonie-bedingte Schäden z.B. an Niere, Herz und Hirn bezeichnet. Langjährig bestehender Bluthochdruck beschädigt die kleinen Gefäße der Niere. Xxx Dadurch sinkt die Filtrationsleistung der Niere, Eiweißbestandteile werden ausgeschwemmt. Problematisch ist: ist die Nierendurchblutung gestört, melden dies besondere Rezeptoren in der Niere. Das bewirkt, dass der Blutdruck weiter steigt. Bei einer fortgeschrittenen Nierenschädigung ist dieser Teufelskreis nur schwer zu durchbrechen. Häufig endet ein lange unbehandelter Hypertonus in einer Dialysebehandlung. Daher ist eine frühzeitige Diagnose und entsprechende Therapie so wichtig. Auch das Gehirn ist gefährdet. Gefäßveränderungen an den hirnversorgenden Blutgefäßen (Arterien) befördern Engstellen und können so die Durchblutung gefährden. Bei sehr hohen Blutdruckwerten können Blutungen im Gehirn entstehen. Schlaganfälle durch Blutungen oder Aufgrund von Gefäßveränderungen gehören zu den häufigen Komplikationen des Hochdrucks. Am Herzen entsteht die sogenannte hypertensive Herzerkrankung – das Hypertonie-Herz. Da das Herz gegen einen erhöhten Widerstand anpumpen muss, verdickt die Muskulatur. Bindewegebe wird eingelagert, so dass die Elastizität und Fähigkeit, in der Erschlaffungsphase des Herzens (Diastole) Blut unbehindert in die Kammer zu lassen, gestört wird. Dies wird auch als diastolische Funktionsstörung bezeichnet. Bei fortgeschrittener Hypertrophie und Remodelling ist auch die Durchblutung des Herzmuskels selbst gestört. Dies gilt besonders für die ganz kleinen Gefäße (Microzirkulation) in der Endstrecke der Herzgefäße. Diese Erkrankung gehört zum Formenkreis des sog. Mikrozirkulationsstörungen (small vessel disease).

Hypertensive Entgleisung, Krise oder Notfall

Viele Patienten kennen die Situation: Bei Aufregung oder starker körperlicher Belastung steigt der Blutdruck stark an. Werden in solchen Situationen „kritische Blutdruckwerte“ erreicht (>230/120mmHg), spricht man von einer hypertensiven Entgleisung. Dazu gehört auch, dass der Blutdruck nicht von alleine wieder in den Normbereich zurückfällt. Treten zudem Sypmtome wie Schwindel, starker Kopfschmerz, Nasenbluten oder Brustschmerz auf, spricht man auch von einer hypertensiven Krise. Kommt es zu Organschäden, spricht man von einem Hypertensiven Notfall, ist eine stationäre Einweisung zum Ausschluss eines Schlaganfalls und zur Behandlung geboten. 

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